Deutsche Tageszeitung - Hohe Kosten in Hamburg: Auch Eurowings reduziert Flugangebot für 2025

Hohe Kosten in Hamburg: Auch Eurowings reduziert Flugangebot für 2025


Hohe Kosten in Hamburg: Auch Eurowings reduziert Flugangebot für 2025
Hohe Kosten in Hamburg: Auch Eurowings reduziert Flugangebot für 2025 / Foto: © AFP

Wie bereits die irische Billigfluggesellschaft Ryanair reduziert auch die Lufthansa-Tochter Eurowings ihr Flugangebot für das kommende Jahr. Das Unternehmen verwies am Freitag auf "stark gestiegene Standortkosten" am Flughafen Hamburg. Deshalb werde die Airline "in einem ersten Schritt über 1000 Flüge von und nach Hamburg aus dem Programm nehmen und an andere Standorte verlagern".

Textgröße ändern:

Insbesondere streicht Eurowings demnach die Verbindung von Hamburg zum Flughafen Köln-Bonn. "Über diese innerdeutschen Streichungen hinaus wird Eurowings ab Hamburg voraussichtlich sechs weitere Ziele in Europa und Nordafrika aus dem Programm nehmen", erklärte das Unternehmen.

"Diese Entwicklung wäre vermeidbar gewesen", erklärte Eurowings-Chef Jens Bischof. "Aber die Pläne des Flughafens für eine völlig unverhältnismäßige Erhöhung der Entgelte lassen uns keine Wahl." Eurowings werde zudem wegen der stetig steigenden Infrastrukturkosten in Deutschland weitere Steckeneinstellungen an anderen Flughäfen prüfen - "zu Gunsten eines Flugangebots in anderen EU-Ländern".

Ryanair hatte am Donnerstag angekündigt, das Angebot in Hamburg um 60 Prozent zu senken, und verwies ebenfalls auf steigende Steuern und Gebühren. Auch in Berlin reduziert die irische Airline demnach ihr Angebot um 20 Prozent. Ryanair forderte die Bundesregierung auf, Kosten zu senken und "das marode deutsche Luftverkehrssystem zu reparieren". Es müsse zunächst die Luftverkehrssteuer abgeschafft werden.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Medien: Erster Entwurf für Spritpreisdeckel enthält diverse Ausnahmen

Das Bundeswirtschaftsministerium von Katherina Reiche (CDU) hat Medienberichten zufolge einen ersten Entwurf für den geplanten Spritpreisdeckel vorgelegt, der demnach diverse Ausnahmen vorsieht. Ein staatlicher Höchstpreis müsse "zeitlich eng begrenzt bleiben", zitierte am Montag das Portal Politico aus dem Entwurf. Das Gesetz führe nicht automatisch einen Preisdeckel ein, sondern schaffe zunächst die rechtliche Möglichkeit dazu, berichteten Politico und "Handelsblatt".

Textilarbeiter in Bangladesch protestieren - gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei

In Bangladesch demonstrieren seit Tagen tausende Textilarbeiterinnen und -arbeiter für einen deutlich höheren Mindestlohn - am Montag kam es in der Hauptstadt Dhaka zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Demonstrierende blockierten im Norden eine Autobahn und zündeten mehrere Fahrzeuge an. In Mirpur löste die Polizei eine Demonstration unter Einsatz von Tränengas auf.

KI als Ratgeber: Verbraucherschützer fordern verbindliche Vorgaben

Viele junge Menschen suchen bei Sorgen oder persönlichen Fragen auch bei KI-Chatbots Rat: In einer Umfrage für den Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) sagten 28 Prozent der Befragten im Alter von 14 bis 25 Jahren, sie führten mit KI Gespräche über Sorgen, gesundheitliche oder therapeutische Fragen. Der vzbv kritisierte, die Chatbots träten wie empathische, menschliche Gesprächspartner auf - das schaffe ein hohes Manipulations- und Risikopotenzial. Der vzbv forderte daher klare Schutzvorgaben.

Sexueller Missbrauch von über 70 Kindern: Prozess gegen Brandenburger Arzt beginnt

Am Montag (9.30 Uhr) beginnt am Landgericht Potsdam der Prozess gegen einen Kinderarzt aus Brandenburg wegen sexuellen Missbrauchs von mehr als 70 Kindern und Jugendlichen. Dem 46-jährigen Mediziner werden 130 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung zur Last gelegt, darunter unter anderem schwerer sexueller Missbrauch von Kindern.

Textgröße ändern: