Deutsche Tageszeitung - 86 Prozent der Tarifbeschäftigten erhalten Weihnachtsgeld - Höhe spürbar gestiegen

86 Prozent der Tarifbeschäftigten erhalten Weihnachtsgeld - Höhe spürbar gestiegen


86 Prozent der Tarifbeschäftigten erhalten Weihnachtsgeld - Höhe spürbar gestiegen
86 Prozent der Tarifbeschäftigten erhalten Weihnachtsgeld - Höhe spürbar gestiegen / Foto: © AFP

Mit 85,8 Prozent erhält die große Mehrheit der Beschäftigten mit Tarifvertrag in Deutschland Weihnachtsgeld. Im Durchschnitt liegt dieses bei 2987 Euro brutto gerechnet auf eine Vollzeitstelle, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Die durchschnittliche Höhe der Zusatzzahlung ist demnach im Vergleich zum Vorjahr um 6,3 Prozent gestiegen.

Textgröße ändern:

Der Anteil der Beschäftigten, die Weihnachtsgeld bekommen, ist in nahezu allen Branchen hoch. Etwa im Versicherungsbereich oder im Baugewerbe liegt er bei über 95 Prozent. Geringer als 70 Prozent ist er etwa in der öffentlichen Verwaltung und in der Informations- und Kommunikationswirtschaft.

Die Höhe des Weihnachtsgeld ist stark branchenabhängig: Mit durchschnittlich annähernd 6000 Euro erhalten Beschäftigte in der Erdöl- und Erdgasgewinnung sowie in der Verarbeitung von Mineralöl überdurchschnittlich hohe Zahlungen. Zudem bekommen in beiden Branchen alle Tarifbeschäftigten Weihnachtsgeld.

Am niedrigsten fällt die Zusatzzahlung für Leiharbeiter aus (durchschnittlich 394 Euro). Allerdings haben fast alle darauf Anspruch. Gering ist die Zahlung auch in der Tabakverarbeitung (durchschnittlich 564 Euro) und nur rund 50 Prozent der Tarifbeschäftigten bekommen sie.

Beschäftigte ohne Tarifvertrag erhalten deutlich seltener Weihnachtsgeld, wie die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung erklärte. Hinzu komme, dass Weihnachtsgeld "ein echtes 'Extra'" sei, erklärte Malte Lübker vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Stiftung. "Denn auch die Grundgehälter sind in Betrieben mit Tarifvertrag meist höher als bei vergleichbaren Arbeitgebern, die nicht nach Tarif bezahlen."

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Höhere Kraftstoffpreise führen zu Forderungen nach Marktaufsicht und Entlastungen

Benzin und Diesel haben sich in Deutschland weiter verteuert. Während Vertreter von Tankstellen und Politik Eingriffe in den Markt fordern, bewertet der ADAC die Aussicht auf flächendeckende Drei-Euro-Preise zurückhaltend.

Trump-Regierung streicht Klimaregeln für Kohle- und Gaskraftwerke

Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hat die Auflagen für den Treibhausgasausstoß für Kohle- und Gaskraftwerke gestrichen und damit wichtige Klimaschutzbestimmungen der Vorgängerregierung zurückgenommen. "Die Trump-Regierung ist angetreten, um die amerikanische Energie zu schützen und sicherzustellen, dass Sie es sich leisten können, das Licht anzulassen", erklärte der Chef der US-Umweltagentur EPA, Lee Zeldin, am Montag.

Bund will trotz Commerzbank-Übernahme durch Unicredit Aktionär bleiben

Der Bund will trotz der Übernahme der Commerzbank durch die italienische Großbank Unicredit weiterhin Anteile an dem deutschen Geldinstitut halten. Als Aktionär poche die Bundesregierung darauf, weiterhin zwei Vertreter im Aufsichtsrat der Commerzbank zu stellen, hieß es aus dem Bundesfinanzministeriums. Demnach war dies eine der Forderungen, die Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) bei einem persönlichen Treffen mit dem Unicredit-Chef Andrea Orcel am Montag in Berlin vortrug.

Flughafen auf Sizilien wegen Aktivität des Ätna vorübergehend geschlossen

Der Flughafen von Catania auf Sizilien ist aufgrund von erneuter vulkanischer Aktivität des Ätna vorübergehend geschlossen worden. "Ankünfte und Abflüge am Flughafen Catania sind ausgesetzt", teilte der Flughafen am Montag auf seiner Website mit. Der Flughafen hatte bereits im August für eine Woche wegen eines Ausbruchs des nur etwa 40 Kilometer entfernt liegenden Vulkans geschlossen werden müssen.

Textgröße ändern: