Deutsche Tageszeitung - EU-Kommission erwartet Rückgang des BIP in Deutschland um 0,1 Prozent 2024

EU-Kommission erwartet Rückgang des BIP in Deutschland um 0,1 Prozent 2024


EU-Kommission erwartet Rückgang des BIP in Deutschland um 0,1 Prozent 2024
EU-Kommission erwartet Rückgang des BIP in Deutschland um 0,1 Prozent 2024 / Foto: © AFP

Die EU-Kommission hat ihre Wachstumsprognose für Deutschland in diesem Jahr erneut abgesenkt. Sie rechnet nun mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,1 Prozent, wie aus der am Freitag in Brüssel vorgelegten Herbstkonjunkturprognose hervorgeht. Im Mai war sie noch von einem leichten Wachstum von 0,1 Prozent ausgegangen. Für 2025 geht sie von einem Wachstum von 0,7 Prozent aus.

Textgröße ändern:

Für die gesamte Eurozone rechnet die EU-Kommission in diesem Jahr unverändert mit einem Wachstum von 0,8 Prozent und im kommenden Jahr dann von 1,3 Prozent, wie sie weiter mitteilte. Bei der Inflation geht sie von einer weiteren Abschwächung aus - die Teuerung dürfte der Prognose zufolge in diesem Jahr 2,4 Prozent und im kommenden Jahr dann 2,1 Prozent betragen. Damit nähert sich die Inflationsrate dem Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von zwei Prozent an.

Brüssel betonte zugleich, dass die tatsächliche Entwicklung stark von den derzeitigen geopolitischen Spannungen abhänge, also vom Ukraine-Krieg und dem Konflikt im Nahen Osten, was sich auf die Energieversorgung in Europa auswirken könnte. Hinzu kommen Unsicherheiten angesichts der neuen US-Präsidentschaft von Donald Trump ab dem kommenden Jahr - dieser hat bereits einen protektionistischen Kurs gegenüber Europa angekündigt.

(O.Zhukova--DTZ)

Empfohlen

Höhere Kraftstoffpreise führen zu Forderungen nach Marktaufsicht und Entlastungen

Benzin und Diesel haben sich in Deutschland weiter verteuert. Während Vertreter von Tankstellen und Politik Eingriffe in den Markt fordern, bewertet der ADAC die Aussicht auf flächendeckende Drei-Euro-Preise zurückhaltend.

Trump-Regierung streicht Klimaregeln für Kohle- und Gaskraftwerke

Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hat die Auflagen für den Treibhausgasausstoß für Kohle- und Gaskraftwerke gestrichen und damit wichtige Klimaschutzbestimmungen der Vorgängerregierung zurückgenommen. "Die Trump-Regierung ist angetreten, um die amerikanische Energie zu schützen und sicherzustellen, dass Sie es sich leisten können, das Licht anzulassen", erklärte der Chef der US-Umweltagentur EPA, Lee Zeldin, am Montag.

Bund will trotz Commerzbank-Übernahme durch Unicredit Aktionär bleiben

Der Bund will trotz der Übernahme der Commerzbank durch die italienische Großbank Unicredit weiterhin Anteile an dem deutschen Geldinstitut halten. Als Aktionär poche die Bundesregierung darauf, weiterhin zwei Vertreter im Aufsichtsrat der Commerzbank zu stellen, hieß es aus dem Bundesfinanzministeriums. Demnach war dies eine der Forderungen, die Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) bei einem persönlichen Treffen mit dem Unicredit-Chef Andrea Orcel am Montag in Berlin vortrug.

Flughafen auf Sizilien wegen Aktivität des Ätna vorübergehend geschlossen

Der Flughafen von Catania auf Sizilien ist aufgrund von erneuter vulkanischer Aktivität des Ätna vorübergehend geschlossen worden. "Ankünfte und Abflüge am Flughafen Catania sind ausgesetzt", teilte der Flughafen am Montag auf seiner Website mit. Der Flughafen hatte bereits im August für eine Woche wegen eines Ausbruchs des nur etwa 40 Kilometer entfernt liegenden Vulkans geschlossen werden müssen.

Textgröße ändern: