Deutsche Tageszeitung - Kiew: Von Russland eingesetzte Interkontinentalrakete hatte keinen Atomsprengkopf

Kiew: Von Russland eingesetzte Interkontinentalrakete hatte keinen Atomsprengkopf


Kiew: Von Russland eingesetzte Interkontinentalrakete hatte keinen Atomsprengkopf
Kiew: Von Russland eingesetzte Interkontinentalrakete hatte keinen Atomsprengkopf / Foto: © Russian Defence Ministry/AFP/Archiv

Die mutmaßlich von Russland bei einem Angriff am Donnerstag eingesetzte Interkontinentalrakete war laut ukrainischen Angaben nicht mit einem Atomsprengkopf bestückt. Es sei "offensichtlich", dass die Rakete keinen nuklearen Sprengkopf gehabt habe, verlautete aus Kreisen der ukrainischen Luftwaffe gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

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Die Interkontinentalrakete war nach vorherigen ukrainischen Angaben am Morgen während eines Angriffs auf die Stadt Dnipro eingesetzt worden. Es war das erste Mal seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022, dass Russland eine solche Rakete gegen das Nachbarland einsetzte, wie aus ukrainischen Armeekreisen verlautete.

Laut der ukrainischen Luftwaffe war die Interkontinentalrakete aus der russischen Region Astrachan gestartet worden. Interkontinentalraketen können sowohl mit konventionellen als auch mit nuklearen Sprengköpfen bestückt werden und Ziele in Tausenden von Kilometern Entfernung treffen.

Nach Angaben der ukrainischen Luftverteidigung wurden insgesamt sechs Raketen abgefangen. Dazu, ob die Interkontinentalrakete darunter war, machte sie keine Angaben. Der Regionalregierung zufolge wurden durch den Beschuss mehrere Gebäude beschädigt.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow antwortete am Donnerstag in einem Pressebriefing auf die Frage, ob Moskau die Rakete abgefeuert habe, er habe "nichts zu diesem Thema zu sagen". Peskow sagte zudem, Russland werde "größte Anstrengungen" unternehmen, um einen nuklearen Konflikt zu vermeiden. Er hoffe, dass "andere Länder" die gleiche "verantwortungsvolle Haltung" hätten, fügte der Kreml-Sprecher hinzu.

(A.Stefanowych--DTZ)

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