Deutsche Tageszeitung - Verbraucherstimmung in Deutschand deutlich verschlechtert

Verbraucherstimmung in Deutschand deutlich verschlechtert


Verbraucherstimmung in Deutschand deutlich verschlechtert
Verbraucherstimmung in Deutschand deutlich verschlechtert / Foto: © AFP

Die Konsumstimmung der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland hat sich im November wieder eingetrübt. Die Einkommenserwartung rutschte deutlich ab und auch die Anschaffungsneigung verzeichnete leichte Rückgänge, wie das Marktforschungsunternehmen GfK und das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) am Mittwoch mitteilten. In der Prognose für Dezember sinkt das Konsumklima daher um 4,9 Zähler auf Minus 23,3 Punkte.

Textgröße ändern:

"Die letzten Wochen des Jahres enden mit einem deutlichen Rückschlag beim Konsumklima", erklärte Rolf Bürkl, Konsumexperte bei NIM. So tief wie jetzt war der Index den Angaben zufolge zuletzt im Mai dieses Jahres, im Oktober hellte sich die Stimmung noch auf.

"Die Verunsicherung der Konsumenten hat zuletzt offenbar wieder etwas zugenommen", erklärte Bürkl. Die Menschen in Deutschland sorgten sich wieder mehr um ihre Arbeitsplätze, was auch mit angekündigten Stellenstreichungen in der Industrie zusammenhänge.

Die Einkommenserwartung verlor im November deutliche 17,2 Punkte und stürzt damit auf minus 3,5 Punkte ab, den tiefsten Wert seit neun Monaten. Auch der Index für die Anschaffungsneigung der Menschen in Deutschland war im November rückläufig. Er steht bei minus sechs Punkten und verlor damit 1,3 Punkte verglichen mit dem Vormonat. Die um 4,7 Punkte gestiegene Sparneigung "verstärkt den negativen Trend", erklärten GfK und NIM.

Passend zu den Einkommenserwartungen und der Anschaffungsneigung schätzten die Menschen in Deutschland auch die wirtschaftliche Entwicklung weiterhin pessimistisch ein, hieß es. Die sogenannte Konjunkturerwartung sank zum vierten Mal in Folge, diesmal um 3,8 Zähler auf minus 3,6 Punkte.

GfK und NIM führen monatlich Interviews mit Verbraucherinnen und Verbrauchern. Für die aktuelle Erhebung wurden vom 31. Oktober bis 11. November rund 2000 Menschen befragt. Das Konsumklima bezieht sich auf die gesamten privaten Konsumausgaben, also neben dem Einzelhandel auch Dienstleistungen, Reisen, Miete und Gesundheitsdienstleistungen.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

Bund will trotz Commerzbank-Übernahme durch Unicredit Aktionär bleiben

Der Bund will trotz der Übernahme der Commerzbank durch die italienische Großbank Unicredit weiterhin Anteile an dem deutschen Geldinstitut halten. Als Aktionär poche die Bundesregierung darauf, weiterhin zwei Vertreter im Aufsichtsrat der Commerzbank zu stellen, hieß es aus dem Bundesfinanzministeriums. Demnach war dies eine der Forderungen, die Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) bei einem persönlichen Treffen mit dem Unicredit-Chef Andrea Orcel am Montag in Berlin vortrug.

Flughafen auf Sizilien wegen Aktivität des Ätna vorübergehend geschlossen

Der Flughafen von Catania auf Sizilien ist aufgrund von erneuter vulkanischer Aktivität des Ätna vorübergehend geschlossen worden. "Ankünfte und Abflüge am Flughafen Catania sind ausgesetzt", teilte der Flughafen am Montag auf seiner Website mit. Der Flughafen hatte bereits im August für eine Woche wegen eines Ausbruchs des nur etwa 40 Kilometer entfernt liegenden Vulkans geschlossen werden müssen.

Hohe Spritpreise: SPD fordert Preisdeckel und Übergewinnsteuer

Die SPD fordert wegen des jüngsten Anstiegs der Spritpreise einen Preisdeckel und eine Übergewinnsteuer. Es brauche nun "einen befristeten Spritpreisdeckel verbunden mit der Abschöpfung krisenbedingter Sondergewinne", heißt es in einem am Montag veröffentlichten Positionspapier der Partei. Mineralölkonzernen wird in dem Papier vorgeworfen, die aktuelle Krise "schamlos" auszunutzen, "um Rekordgewinne auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger zu machen".

Trump sieht "kranke Verschwörung" gegen KI

US-Präsident Donald Trump hat Sicherheitsbedenken wegen einer zu schnellen Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) erneut zurückgewiesen. Es gebe eine "kranke Verschwörung" gegen KI und die dafür nötigen Rechenzentren, schrieb Trump am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social. Allein China freue sich über die Debatte in den USA, fügte er hinzu.

Textgröße ändern: