Deutsche Tageszeitung - Neuwagenmarkt in der EU schwächelt - besonders Verkauf von E-Autos geht zurück

Neuwagenmarkt in der EU schwächelt - besonders Verkauf von E-Autos geht zurück


Neuwagenmarkt in der EU schwächelt - besonders Verkauf von E-Autos geht zurück
Neuwagenmarkt in der EU schwächelt - besonders Verkauf von E-Autos geht zurück / Foto: © AFP/Archiv

Vor dem Hintergrund schwächelnder Absatzmärkte insbesondere in Frankreich und Deutschland sind im November EU-weit deutlich weniger Elektroautos zugelassen worden als noch im Vorjahr. Wie der europäische Herstellerverband Acea am Donnerstag mitteilte, ging die Zahl der Neuzulassungen um 9,5 Prozent auf 130.757 E-Autos zurück. Über alle Antriebsformen hinweg war der Rückgang mit 1,9 Prozent deutlich schwächer.

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In Deutschland und Frankreich brachen die E-Auto-Verkäufe im Jahresvergleich mit minus 21,8 Prozent und 24,4 Prozent buchstäblich ein und beeinflussten damit auch das Ergebnis der gesamten EU, wie Acea weiter mitteilte. Insgesamt sind die Absatzzahlen aber in gut der Hälfte der Länder rückläufig. Das hängt nach Ansicht des Beratungsunternehmens EY "vielfach mit dem Auslaufen von staatlichen Förderprogrammen zusammen". Aber auch "große Vorbehalte" der Bevölkerung spielten weiter eine Rolle. Laut Acea schmolz der Anteil von Elektroautos von 16,3 Prozent im November 2023 auf nunmehr 15 Prozent.

Deutliche Zugewinne verzeichneten indes Hybridautos ohne Plugin-Funktion. In diesem Bereich kletterten die Neuzulassungen um 18,5 Prozent im Jahresvergleich, ihr Anteil stieg von 27,5 Prozent auf 33,2 Prozent. Klassische Verbrenner kamen auf 45,9 Prozent Marktanteil, die Zulassungszahlen dort gingen zurück.

Verglichen mit 2019 wurden laut EY insgesamt 2,2 Millionen Neuwagen weniger zugelassen. "Die Nachfrage nach Neuwagen ist schwach, die Absatzzahlen liegen weit unter dem Vorkrisenniveau", erklärte Constantin Gall von dem Beratungsunternehmen. Mit einer Trendwende sei vorerst nicht zu rechnen, weil die Konjunktur in Europa und vor allem in Deutschland weiter schwächelte.

"Die erheblichen geopolitischen Spannungen sorgen für zusätzliche Verunsicherung sowohl bei privaten wie auch bei gewerblichen Kunden", erklärte Gall. Mögliche höhere Zölle in den USA könnten die Probleme auf dem EU-Automarkt weiter verstärken. "Vieles spricht dafür, dass 2025 ein weiteres sehr schwieriges Jahr für die Automobilindustrie wird", prognostizierte Gall.

(O.Tatarinov--DTZ)

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