Deutsche Tageszeitung - Branchenverband fordert zu Beginn der Bau-Messe "verlässlichen politischen Rahmen"

Branchenverband fordert zu Beginn der Bau-Messe "verlässlichen politischen Rahmen"


Branchenverband fordert zu Beginn der Bau-Messe "verlässlichen politischen Rahmen"
Branchenverband fordert zu Beginn der Bau-Messe "verlässlichen politischen Rahmen" / Foto: © AFP

Zu Beginn der Bau-Messe in München hat der Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle "verlässliche politische Rahmenbedingungen" und damit Planungssicherheit gefordert. "Know-how, Materialvielfalt und Technologien sind in der Baubranche ausreichend vorhanden, um den deutschen Gebäudebestand entscheidend nach vorne zu bringen", sagte Verbandschef Jan Peter Hinrichs der Nachrichtenagentur AFP. Die Sanierung im Gebäudesektor in Deutschland komme dennoch nicht voran.

Textgröße ändern:

Dem Verband (BuVEG) zufolge befinden sich rund 30 Prozent aller Gebäude in Deutschland in den schlechtesten Energieeffizienzklassen. Zugleich liege die Sanierungsquote bei nur bei 0,7 Prozent. Politisches Ziel, um auch die CO2-Einsparziele zu erreichen, ist eine Quote von zwei Prozent.

Der BuVEG hatte in der Vergangenheit den Fokus der Politik auf die Umrüstung der Heizsysteme kritisiert. Mit dem Einbau etwa einer Wärmepumpe in einem schlecht gedämmten Haus sei nicht viel gewonnen. Es brauche mehr Anreize für Sanierungen.

Hoffnung setzt der Verband, der vorrangig Unternehmen in der Herstellung von Baustoffen vertritt, in die EU-Gebäuderichtlinie, die von der künftigen Bundesregierung in deutsches Recht umgesetzt werden muss. Die Richtlinie schreibt vor, dass der durchschnittlichen Energieverbrauch im Gebäudebereich um mindestens 16 Prozent bis 2030 und mindestens 22 Prozent bis 2035 im Vergleich zu 2020 gesenkt werden muss.

Dabei soll der Fokus auf den am bislang schlechtesten sanierten Gebäuden liegen, das Erreichen der Vorgabe liegt aber weitgehend in der Verantwortung der jeweiligen Mitgliedstaaten. "Die künftige Bundesregierung sollte das Potenzial der EU-Gebäuderichtlinie in Deutschland so nutzen, dass die Baubranche aus der Krise geholt und der Gebäudebestand endlich zukunftsfit gemacht werden kann", sagte Verbandschef Hinrichs.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Bundesgerichtshof: Jahresentgelte für Riester-Bausparverträge unzulässig

Jahresentgelte für die Führung von Riester-Bausparverträgen sind unzulässig. Kunden würden so unangemessen benachteiligt, entschied am Dienstag der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe. Geklagt gegen die Landesbank Hessen-Thüringen hatten der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) und Verbraucherverbände. Laut vzbv können Betroffene nun Geld zurückverlangen. (Az. XI ZR 83/25)

Merz fordert "zwingend" hunderte Milliarden Euro Einsparungen beim EU-Haushalt

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat "zwingend" Einsparungen in Höhe von mehreren hundert Milliarden Euro beim nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) der Europäischen Union gefordert. Nötig sei ein Budgetentwurf "mit Kürzungen in allen Bereichen", sagte Merz am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem irischen Premierminister Micheal Martin in Dublin. Anlass des Besuchs war die Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft durch Irland am 1. Juli.

Coca-Cola meldet starkes Gewinnplus dank der Fußballweltmeisterschaft

Der US-Getränkekonzern Coca-Cola hat nach eigenen Angaben deutlich von der Fußballweltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko profitiert. Der Nettogewinn im zweiten Quartal legte im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent auf 4,42 Milliarden Dollar zu, wie Coca-Cola am Dienstag mitteilte. Der Umsatz stieg um sieben Prozent auf 13,38 Milliarden Dollar (11,8 Milliarden Euro).

Frankreich: Neuer Nationaltrainer Zidane will gegen Rassismus im Fußball kämpfen

Der neue französische Nationaltrainer Zinédine Zidane hat den Kampf gegen Rassismus im Fußball zu einer seiner Prioritäten erklärt. "Wir müssen gegen Rassismus vorgehen - jeder auf seine Weise", sagte der 54-Jährige am Dienstag bei seiner Vorstellung als Chefcoach der französischen Fußball-Nationalmannschaft der Männer in Paris. Mitglieder des Teams waren in den vergangenen Jahren immer wieder rassistisch angefeindet worden.

Textgröße ändern: