Deutsche Tageszeitung - Chinesischer Baukonzern Country Garden meldet Milliardenverlust für 2023

Chinesischer Baukonzern Country Garden meldet Milliardenverlust für 2023


Chinesischer Baukonzern Country Garden meldet Milliardenverlust für 2023
Chinesischer Baukonzern Country Garden meldet Milliardenverlust für 2023 / Foto: © AFP/Archiv

Der massive verschuldete chinesische Immobilienkonzern Country Garden hat mit einiger Verspätung ein Geschäftsergebnis für das Jahr 2023 gemeldet. Wie das Unternehmen aus der Provinz Guangdong am Dienstag mitteilte, fiel in dem Jahr ein Verlust in Höhe von 24,3 Milliarden Dollar an. 2022 hatte Country Garden 825 Millionen Dollar Verlust gemeldet.

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Den Angaben startete der Konzern das Geschäftsjahr 2024 ebenfalls tief in den roten Zahlen: Im ersten Quartal sei nach vorläufigen Zahlen ein Verlust von 1,8 Milliarden Dollar angefallen.

Country Garden galt lange als finanziell stabil, rutschte dann jedoch wie viele Unternehmen des chinesischen Immobiliensektors in die Schuldenkrise. Die Verbindlichkeiten liegen mittlerweile im dreistelligen Milliardenbereich. Seit Ende 2023 hatte der Konzern kein Jahresergebnis mehr vorgelegt. Im April wurde der Handel mit seinen Aktien an der Hongkonger Börse ausgesetzt. Dort muss sich Country Garden am 20. Januar einer Gerichtsanhörung wegen eines nicht zurückgezahlten Darlehens stellen.

Die Immobilienkrise zählt zu den dringlichsten Problemen der chinesischen Wirtschaft. Der Sektor galt lange als wichtiger Wachstumsmotor, der Bauboom der vergangenen Jahrzehnte geschah jedoch hauptsächlich auf Pump - die Unternehmen der Branche verschuldeten sich heillos. Eine Reihe riesiger Immobilienkonzerne steht heute vor der Zahlungsunfähigkeit, Projekte werden nicht fertiggestellt und die Preise sind im Keller. Ein Hongkonger Gericht hat bereits die Zerschlagung des ehemaligen Marktführers Evergrande angeordnet.

In den vergangenen Monaten hat die chinesische Regierung weitreichende Maßnahmen zur Belebung des Immobiliensektors ergriffen, darunter eine Senkung der Hypothekenzinsen, eine Lockerung der Beschränkungen für den Erwerb von Wohneigentum und eine Aufstockung der für unvollendete Wohnungsbauprojekte zur Verfügung stehenden Kredite. Die Immobilienkrise belastet die Wirtschaft insgesamt.

(O.Tatarinov--DTZ)

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