Deutsche Tageszeitung - Verbraucherstimmung verschlechtert sich zum Jahresbeginn wieder

Verbraucherstimmung verschlechtert sich zum Jahresbeginn wieder


Verbraucherstimmung verschlechtert sich zum Jahresbeginn wieder
Verbraucherstimmung verschlechtert sich zum Jahresbeginn wieder / Foto: © AFP/Archiv

Nach einer leichten Erholung im Vormonat hat sich die Stimmung bei Verbraucherinnen und Verbrauchern zu Beginn des neuen Jahres wieder verschlechtert. Sowohl die Einkommenserwartungen als auch die Anschaffungsneigung gingen zurück, wie das Marktforschungsunternehmen GfK und das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) am Dienstag mitteilten. In der Prognose für Februar sank das Konsumklima daher um einen Punkt auf Minus 22,4 Punkte.

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NIM-Konsumexperte Rolf Bürkl sprach angesichts der Einbußen von einem "Rückschlag". "Die leisen Hoffnungen auf eine vorsichtige Erholung, die nach dem Anstieg im Vormonat aufkamen, sind damit sofort wieder zunichte gemacht worden." Seit Mitte des vergangenen Jahres sei lediglich eine stagnierende Entwicklung zu erkennen.

Die Einkommenserwartungen der befragten Verbraucherinnen und Verbraucher sanken im Januar um 2,5 Punkte und liegen nunmehr bei Minus 1,1 Punkten. Das wirkt sich auch auf die ebenfalls gesunkene Anschaffungsneigung aus: Dieser Indikator verlor drei Zähler und liegt aktuell bei Minus 8,4 Punkten, dem niedrigsten Wert seit August vergangenen Jahres.

Zur Gesamtentwicklung passt auch die gestiegene Sparneigung. Sie legte um 2,3 Punkte zu und steht aktuell bei 8,2 Punkten. Die drei Faktoren Einkommenserwartung, Anschaffungsneigung und Sparneigung bilden zusammen das Konsumklima ab, das als Frühindikator für die Konsumentwicklung im kommenden Monat gilt.

GfK und NIM führen monatlich Interviews mit Verbraucherinnen und Verbrauchern. Für die aktuelle Erhebung wurden vom 2. bis 13. Januar rund 2000 Menschen befragt. Das Konsumklima bezieht sich auf die gesamten privaten Konsumausgaben, also neben dem Einzelhandel auch Dienstleistungen, Reisen, Miete und Gesundheitsdienstleistungen.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

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