Deutsche Tageszeitung - DIHK: Unternehmen berichten von mehr Handelsbarrieren - Problemregion Nordamerika

DIHK: Unternehmen berichten von mehr Handelsbarrieren - Problemregion Nordamerika


DIHK: Unternehmen berichten von mehr Handelsbarrieren - Problemregion Nordamerika
DIHK: Unternehmen berichten von mehr Handelsbarrieren - Problemregion Nordamerika / Foto: © AFP

Viele international tätige Unternehmen mit Sitz in Deutschland haben im vergangenen Jahr zusätzliche Handelsbarrieren wahrgenommen. Wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) hervorgeht, berichteten 58 Prozent über zusätzliche Hemmnisse, etwa durch lokale Zertifizierungsanforderungen oder verstärkte Sicherheitsauflagen. Nordamerika und insbesondere die USA werden demnach zur "Problemregion".

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Durch die Zunahme der Handelsbarrieren wird der erhoffte Aufschwung im Exportbereich "unterdrückt", erklärte die DIHK. Die Geschäftsperspektiven verbesserten sich leicht, blieben aber im negativen Bereich.

Besondere Schwierigkeiten entstehen laut DIHK in den USA. "Die wachsenden Handelsbarrieren und protektionistische Signale aus Washington bereiten unseren Unternehmen große Sorgen", erklärte Volker Treier, Außenwirtschaftschef der DIHK. 70 Prozent der auslandsaktiven deutschen Unternehmen durch die US-Handelspolitik erwarten negative Auswirkungen auf ihre Geschäfte. "Noch im vergangenen Jahr galten die USA als Hoffnungsträger", erklärte die Handelskammer.

Schon heute ist der Umfrage zufolge die Hälfte der Unternehmen durch Zölle belastet, vor einem Jahr waren es noch 24 Prozent gewesen. In China wird indes der Zwang zur Herstellung innerhalb Chinas von 44 Prozent der Firmen als Hindernis genannt, in der Eurozone beklagen 55 Prozent mangelnde Transparenz in der Gesetzgebung.

US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Auto-Einfuhren aus dem Ausland angekündigt. Die Zölle sollen für alle Autos gelten, die nicht in den USA produziert worden seien, sagte Trump im Weißen Haus. Sie sollen ab 3. April erhoben werden. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) kritisierte die Ankündigung scharf. Zölle seien ein "fatales Signal für den freien und regelbasierten Handel", sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller.

Für die Untersuchung befragte die DIHK nach eigenen Angaben etwa 2600 auslandsaktive Unternehmen aus Deutschland.

(P.Hansen--DTZ)

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