Deutsche Tageszeitung - China verlängert Anti-Dumping-Untersuchung zu Weinbrand-Importen aus der EU

China verlängert Anti-Dumping-Untersuchung zu Weinbrand-Importen aus der EU


China verlängert Anti-Dumping-Untersuchung zu Weinbrand-Importen aus der EU
China verlängert Anti-Dumping-Untersuchung zu Weinbrand-Importen aus der EU / Foto: © AFP

Die chinesischen Behörden haben ihre Anti-Dumping-Untersuchung zu Weinbrand-Importen in der EU verlängert. "Wegen der Komplexität der Angelegenheit" gehe die Untersuchung noch bis zum 5. Juli weiter, erklärte das Handelsministerium in Peking am Mittwoch. Mit der Verlängerung der Untersuchung verschiebt sich auch das geplante Inkrafttreten der Zollaufschläge auf europäische Produkte.

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Bislang gelten allerdings bereits vorläufige Zölle in Höhe von bis zu 35,3 Prozent. Importeure von europäischem Weinbrand müssen die Aufschläge zwar nicht zahlen, jedoch beim chinesischen Zoll Bankgarantien in entsprechender Höhe hinterlegen. Französische Cognac-Winzer leiden besonders darunter, Cognac macht 95 Prozent der EU-Branntweinausfuhren nach China aus.

Peking hatte im vergangenen Herbst seine Untersuchung zu Weinbrandimporten eingeleitet. Im Oktober traten die vorläufigen Zölle in Kraft. Mit Abschluss der Untersuchung sollen die Aufschläge endgültig greifen. Das Vorgehen der chinesischen Behörden gilt als Antwort auf EU-Zölle auf Elektroautos aus China.

Die französischen Cognac-Produzenten befürchten, zum Kollateralschaden internationaler Handelskonflikte zu werden. Sie machen 98 Prozent ihres Umsatzes mit Exporten. Die USA sind mit 38 Prozent der größte Abnehmer, gefolgt von China mit 25 Prozent. Nach Branchenangaben verlieren die Hersteller durch die chinesischen Zölle monatlich 50 Millionen Euro.

Frankreichs Außenministers Jean-Noël Barrot hatte am vergangenen Freitag bei einem Besuch in China bereits angekündigt, dass die dauerhafte Anwendung der Zölle zunächst abgewandt worden sei. Er sprach "von einem ersten Schritt, dem weitere Schritte folgen müssen, um (...) diesen Streit endgültig hinter uns zu lassen".

(V.Sørensen--DTZ)

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