Deutsche Tageszeitung - Merz: Trump erhöht Risiko einer Finanzkrise

Merz: Trump erhöht Risiko einer Finanzkrise


Merz: Trump erhöht Risiko einer Finanzkrise
Merz: Trump erhöht Risiko einer Finanzkrise / Foto: © AFP

Der designierte Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz hat vor dramatischen Folgen der chaotischen Zollentscheidungen von US-Präsident Donald Trump gewarnt. "Die Politik von Präsident Trump erhöht das Risiko, dass die nächste Finanzkrise schneller kommt als erwartet", sagte Merz dem "Handelsblatt" laut Vorabmeldung vom Samstag. Die Globalisierung sei "in ihren Grundfesten erschüttert – und das trifft Deutschland wie kaum ein anderes Land".

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Merz sagte, er wolle Trump bei seinem ersten Besuch in Washington klar machen, dass Europa "eine handlungsfähige und handlungsbereite politische Einheit" sei. "Nur so können wir uns Respekt verschaffen."

Merz zeigte sich gleichzeitig offen dafür, mehr Rohstoffe aus den USA zu importieren. "Wir brauchen Gas, auch amerikanisches", sagte er dem "Handelsblatt". "Aber wir sollten immer mehrere Lieferanten haben und nicht von einem einzigen abhängig werden."

Zugleich will Merz den Handel mit anderen Weltregionen verstärken. "Länder wie Kanada, Mexiko, Indien, Japan, Südkorea, der ganze südostpazifische Raum, bis hin zu Australien, Neuseeland, da liegen große Chancen für uns", sagte der CDU-Chef. Gleiches gelte für die Mercosur-Staaten in Süd-Amerika und den afrikanischen Kontinent.

Großbritannien will Merz wieder enger an die EU binden, er glaubt aber nicht daran, dass sich der Brexit "auf absehbare Zeit" rückgängig machen lässt. "Mit Großbritannien, Norwegen, der Schweiz, auch mit der Türkei könnten wir Schritt für Schritt einen gemeinsamen Wirtschaftsraum auch ohne Vollmitgliedschaft in der Europäischen Union schaffen."

(V.Sørensen--DTZ)

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