Deutsche Tageszeitung - Studie: Europäische Anleger investieren wegen US-Zollpolitik vermehrt in Europa

Studie: Europäische Anleger investieren wegen US-Zollpolitik vermehrt in Europa


Studie: Europäische Anleger investieren wegen US-Zollpolitik vermehrt in Europa
Studie: Europäische Anleger investieren wegen US-Zollpolitik vermehrt in Europa / Foto: © AFP

Europäische Anlegerinnen und Anleger investieren einer Untersuchung zufolge wegen der US-Zollpolitik vermehrt in europäische Aktien und vermeiden US-Werte. Wie die Vermögensverwaltung Amundi am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilte, flossen im ersten Quartal dieses Jahres 26,7 Milliarden Euro europäischer Anleger in europäische Aktien-ETF, während in US-Pendants im gleichen Zeitraum nur 9,0 Milliarden Euro investiert wurden.

Textgröße ändern:

Das stehe in "klarem Gegensatz" zu den ersten drei Monaten des Vorjahres, erklärte Amundi. Im ersten Quartal 2024 hatten europäische Anleger demnach 12,7 Milliarden Euro in US-Aktien-ETF und lediglich 2,5 Milliarden Euro in europäische investiert.

ETF bedeutet Exchange Traded Fund. Diese Indexfonds bilden Indizes nach, also etwa Unternehmen aus bestimmten Branchen oder Regionen, und folgen deren Wertentwicklung. Der Vorteil gegenüber einzelnen Aktien ist, dass in mehrere Firmen und Märkte investiert wird. Es wird also breiter gestreut.

"Offenbar suchten Anleger wegen der erratischen US-Zollpolitik nach Anlagemöglichkeiten außerhalb der USA", erklärte Amundi. Einfluss hatte demnach auch die Ankündigung der europäischen Länder, mehr für die Verteidigung auszugeben. Deutschland brachte zudem ein Sondervermögen für die Infrastruktur auf den Weg.

Neben den hohen Zuflüssen für europäische ETF, gab es laut Amundi weiterhin deutliche Zuwächse bei Indizes auf Industrieländer (plus 17,5 Milliarden Euro) und Indizes, die viele Länder der Welt umfassen, sogenannte All-Country-Indizes (plus zehn Milliarden Euro). Auch ETF auf Gold verzeichneten im März deutliche Zuwächse.

(O.Zhukova--DTZ)

Empfohlen

Motto "Haltung ist hot": Hunderttausende ziehen bei CSD-Kundgebung durch Berlin

Hunderttausende Menschen haben am Samstag in Berlin an der diesjährigen Großkundgebung zum Christopher Street Day (CSD) teilgenommen. Unter dem Motto "Haltung ist hot" zogen die Teilnehmenden bei hochsommerlichem Wetter durch das Zentrum der Bundeshauptstadt. Eine Polizeisprecherin berichtete am Nachmittag von einem friedlichen Verlauf. Später erklärte die Polizei allerdings, Teilnehmende und zwei Einsatzkräfte seien aus einer Wohnung heraus mit einer Softairwaffe beschossen worden.

Tödlicher Unfall: Kleinflugzeug stürzt auf Wohnhaus in Niedersachsen

Der Flug eines Kleinflugzeugs in Niedersachsen hat am Samstag ein tödliches Ende genommen: Die Maschine stürzte am Vormittag auf das Dach eines Wohnhauses in der Ortschaft Ganderkesee im Landkreis Oldenburg, wie die Polizei bekannt gab. Eine erste Erkundung habe ergeben, dass ein Mensch gestorben und ein weiterer vermisst sei. Das Kleinflugzeug habe "aus bislang ungeklärter Ursache" an Höhe verloren und sei auf die Wohnsiedlung gestürzt.

Motto "Haltung ist hot": CSD-Kundgebung startet in Berlin

In Berlin hat die diesjährige Großkundgebung zum Christopher Street Day (CSD) begonnen. Der Umzug setzte sich am Samstagmittag zum Marsch durch das Zentrum der Bundeshauptstadt in Bewegung. Die Polizei war nach eigenen Angaben mit 2200 Einsatzkräften im Einsatz, um für ein "sicheres, buntes und friedliches Fest" zu sorgen. Die Organisatoren rechneten mit mehreren hunderttausend Teilnehmenden. Ihren Angaben zufolge handelt es sich um eine der größten Versammlungen für Vielfalt und Menschenrechte in Europa.

Südkoreanische Chipkonzerne planen US-Lieferungen für 950 Milliarden Dollar

Die südkoreanischen Chipkonzerne Samsung Electronics und SK Hynix wollen US-Technologieunternehmen Halbleiter und Dienstleistungen im Wert von insgesamt 950 Milliarden Dollar (rund 835 Milliarden Euro) liefern. Entsprechende Vereinbarungen seien mit Unternehmen wie Nvidia und Broadcom geplant, sagte der südkoreanische Präsidentenberater Kim Yong Beom am Samstag in San Francisco.

Textgröße ändern: