Deutsche Tageszeitung - Schwacher EU-Neuwagen Markt im ersten Quartal - Tesla-Absatz stark rückläufig

Schwacher EU-Neuwagen Markt im ersten Quartal - Tesla-Absatz stark rückläufig


Schwacher EU-Neuwagen Markt im ersten Quartal - Tesla-Absatz stark rückläufig
Schwacher EU-Neuwagen Markt im ersten Quartal - Tesla-Absatz stark rückläufig / Foto: © AFP/Archiv

Der Neuwagenmarkt in der EU hat sich im ersten Quartal schwach entwickelt. Die Neuzulassungen gingen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,9 Prozent zurück, wie der europäische Herstellerverband Acea am Donnerstag mitteilte. Die Verkäufe von E-Autos und Hybriden legten deutlich zu, speziell der US-E-Autohersteller Tesla verlor jedoch massiv an Marktanteilen.

Textgröße ändern:

Die Neuzulassungen von E-Autos legten im Jahresvergleich um 23,9 Prozent auf knapp 413.000 zu. Sie hatten damit einen Marktanteil von 15,2 Prozent, verglichen mit 12,0 Prozent im ersten Quartal 2024. In Deutschland fiel der Anstieg mit 38,9 Prozent besonders stark aus, das liegt jedoch vor allem daran, dass im Vergleichszeitraum die Verkäufe infolge des Auslaufens des Verkaufsbonus eingebrochen waren.

Die Zahl der Neuzulassungen von Hybrid-Autos stieg EU-weit laut Acea um 20,7 Prozent. Mit 35,5 Prozent hatte dieser Antriebstyp den größten Marktanteil im ersten Quartal. Besonders in Frankreich (47,5 Prozent) und Spanien (36,6 Prozent) legten die Verkäufe zu, auch in Italien und Deutschland war das Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal zweistellig. Plugin-Hybride legten um 1,1 Prozent auf einen Marktanteil von 7,6 Prozent zu.

Diesel und Benziner verkauften sich deutlich schlechter als im Vorjahr. In Frankreich gingen die Neuzulassungen um 34,1 Prozent zurück, in Deutschland um 26,6 Prozent. Autos mit Benzinmotor kamen noch auf einen Marktanteil von 28,7 Prozent, Diesel auf 9,5 Prozent.

Tesla setzte seinen Abwärtstrend fort. Nach massiven Verkaufsrückgängen im Januar und Februar wurde um März erneut ein Minus um 36 Prozent verzeichnet. Im gesamten ersten Quartal verkaufte das Unternehmen von US-Präsidentenberater Elon Musk in der EU laut Acea 45 Prozent weniger Neuwagen als im Vorjahreszeitraum.

Das Unternehmen hatte am Dienstag einen Gewinneinbruch im ersten Quartal um 71 Prozent gemeldet. Musk kündigte daraufhin an, sein politisches Engagement zurückzuschrauben. Tesla hatte wegen Musks umstrittener Rolle in der Regierung von Donald Trump und dessen Unterstützung für extrem rechte Parteien in Europa einen massiven Imageschaden erlitten. Der E-Auto-Pionier leidet zudem unter der erstarkten Konkurrenz, die mittlerweile bei der Technologie aufgeholt hat.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Staatschef der Emirate in Berlin: Milliardeninvestitionen in Deutschland vereinbart

Beim ersten Staatsbesuch eines Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate in Deutschland sind Geschäfte in Milliardenhöhe vereinbart worden. Die Emirate wollen 40 Milliarden Euro in Deutschland investieren, wie aus einer am Donnerstag in Berlin veröffentlichten gemeinsamen Erklärung der beiden Länder hervorgeht. Der Staatschef der VAE, Scheich Mohammed bin Sajed al-Nahjan, hält sich noch bis Freitag in Deutschland auf. Neben Wirtschaftsfragen ging es bei dem Besuch auch um Außen- und Sicherheitspolitik.

Emirates fliegt künftig auch Berliner Flughafen BER an

Die Fluggesellschaft Emirates aus den Vereinigten Arabischen Emiraten bekommt zusätzliche Landerechte in Deutschland. Künftig bietet Emirates tägliche Langstreckenflüge zwischen dem Berliner Flughafen BER und Dubai an, wie der Berliner Senat am Donnerstag mitteilte. Die Vereinbarung sei Teil eines neuen Luftverkehrsabkommens. Der Staatschef der Emirate, Scheich Mohammed bin Sajed al-Nahjan, hält sich derzeit zu einem Staatsbesuch in Deutschland auf.

Steigende Preise: Europäische Zentralbank hebt Leitzins auf 2,5 Prozent an

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zum zweiten Mal seit Beginn des Iran-Kriegs und dem daraus resultierenden Energiepreisschock die Zinsen erhöht. Der auch für Sparerinnen und Sparer wichtige Einlagenzinssatz steigt auf 2,5 Prozent, wie die EZB am Donnerstag mitteilte. Dies soll dabei helfen, die zuletzt deutlich gestiegene Inflation im Euroraum einzudämmen, könnte sich aber auch dämpfend auf das Wirtschaftswachstum auswirken.

EU-Behörde stuft Süßstoffe in Light-Getränken weiter als unbedenklich ein

Die gängigen Süßstoffe in Light-Getränken und zuckerfreiem Kaugummi sind nach Einschätzung der EU-Behörde für Ernährungssicherheit (Efsa) unbedenklich. Die zuständigen Experten fanden in einer regulären Überprüfung "keine Sicherheitsbedenken" im Zusammenhang mit aktuell üblichen Konzentrationen, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte 2023 zu Mäßigung gemahnt.

Textgröße ändern: