Deutsche Tageszeitung - Bundesbank erwartet leichtes Wirtschaftswachstum im ersten Quartal

Bundesbank erwartet leichtes Wirtschaftswachstum im ersten Quartal


Bundesbank erwartet leichtes Wirtschaftswachstum im ersten Quartal
Bundesbank erwartet leichtes Wirtschaftswachstum im ersten Quartal / Foto: © AFP

Die Wirtschaft in Deutschland hat sich nach Angaben der Bundesbank zuletzt stabilisiert. Wie die Zentralbank in Frankfurt am Main am Donnerstag mitteilte, dürfte das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal dieses Jahres leicht zugenommen haben. Im zweiten Quartal könnte die Wirtschaft jedoch "einen Rückschlag erleiden".

Textgröße ändern:

Die gestiegene Bau- und Industrieproduktion weisen den Angaben zufolge auf ein kleines Wachstum hin. "Auch die Dienstleister dürften ihre Aktivität etwas ausgeweitet haben, möglicherweise gestützt durch einen geringfügig höheren privaten Konsum", erklärte die Bundesbank. Gleichzeitig stelle sich die grundsätzliche Entwicklung "insgesamt weiter schwach" dar.

Die niedrige Auslastung in der Industrie belaste die Investitionen der Firmen, gleichzeitig schwächt sich der Arbeitsmarkt ab, was wiederum die Konsumlaune der Verbraucherinnen und Verbraucher dämpft.

Kurzfristig drohe zusätzlicher Gegenwind durch die US-Zollpolitik. Diese dürfte sich auf die für Deutschland bedeutende Exportwirtschaft auswirken. "Insgesamt ist aus heutiger Perspektive zu erwarten, dass die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal wieder sinken wird", prognostiziert die Bundesbank.

Die Stimmung bei Unternehmen in Deutschland verbesserte sich im April erneut leicht. Der Geschäftsklimaindex des Münchner Ifo-Institut kletterte von 86,7 auf 86,9 Punkte. Allerdings gingen die Erwartungen der Firmen zurück und die Unsicherheit nahm zu.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Merz hält bei Eröffnung der Hannover Messe Plädoyer für Standort Deutschland

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat zur Eröffnung der Hannover Messe ein Plädoyer für den Standort Deutschland gehalten und zugleich auf "strukturelle" Defizite hingewiesen. "Als Europas größte Volkswirtschaft und drittgrößte Volkswirtschaft der Welt stellt Deutschland einen unverzichtbaren Markt für jedes Unternehmen dar", sagte Merz in seiner Rede am Sonntag. Deutschland sei "das wichtigste Tor zum europäischen Binnenmarkt". Investitionen in Deutschland seien "sicher und sie sind wirtschaftlich attraktiv". Zugleich sei klar: "Es geht noch besser. Und es muss auch noch besser geben."

Jeff Bezos' Firma Blue Origin gelingt Wiederverwertung von New-Glenn-Raketenantrieb

Blue Origin, das Raumfahrtunternehmen von US-Milliardär Jeff Bezos, hat erstmals den Antrieb seiner New-Glenn-Rakete wiederverwendet und damit einen Fortschritt im Wettbewerb mit dem Konkurrenten SpaceX erzielt. Der Antrieb der riesigen Rakete sei am Sonntag wiederverwendet und danach erneut geborgen worden, teilte Blue Origin mit. Die aus Cape Canaveral im Bundesstaat Florida gestartete Rakete brachte demnach einen Kommunikationssatelliten für das Unternehmen AST SpaceMobile ins All.

US-Delegation am Montag zu Iran-Verhandlungen in Pakistan

Kurz vor dem Auslaufen der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran werden US-Unterhändler am Montag zu weiteren Verhandlungen in Pakistan erwartet. Wie US-Präsident Donald Trump am Sonntag auf seiner Onlineplattform Truth Social weiter erklärte, biete er dem Iran einen "vernünftigen Deal" an. Falls Teheran dies aber ablehnen sollte, würden die USA "jedes Kraftwerk und jede Brücke im Iran" zerstören. Der Iran bestätigte seine Teilnahme zunächst nicht. Beide Länder warfen einander zudem Verstöße gegen die Waffenruhe vor.

Ministerin Reiche lädt für Montag zu Gespräch über Kerosinversorgung ein

Angesichts eines möglichen Kerosinmangels in Deutschland als Folge des Iran-Kriegs spricht Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) am Montag mit Vertreterinnen und Vertretern der Branche. Zu dem - teils virtuellen - Treffen am frühen Nachmittag eingeladen seien alle Beteiligten: Versorger, Flughäfen, Fluggesellschaften und Verbände, teilte eine Sprecherin Reiches mit. Auch ein Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums ist dabei.

Textgröße ändern: