Deutsche Tageszeitung - Kanadischer Konzern stellt ersten Antrag auf Tiefseebergbau

Kanadischer Konzern stellt ersten Antrag auf Tiefseebergbau


Kanadischer Konzern stellt ersten Antrag auf Tiefseebergbau
Kanadischer Konzern stellt ersten Antrag auf Tiefseebergbau / Foto: © AFP

Das kanadische Unternehmen The Metals Company (TMC) hat bei den US-Behörden eine Erlaubnis für den umstrittenen Tiefseebergbau in internationalen Gewässern beantragt. Die von der Tochtergesellschaft TMC USA eingereichte Anfrage beziehe sich auf die sogenannte Clarion-Clipperton-Zone im Pazifik, erklärte der Konzern am Dienstag. Es ist das erste Mal, dass ein Unternehmen eine solche Genehmigung für kommerzielle Zwecke anfragt.

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TMC sprach von einem "großen Schritt nach vorn". Der Konzern will Manganknollen am Meeresboden abbauen. Die polymetallischen Knollen enthalten neben Mangan auch Kobalt, Kupfer und Nickel - Metalle, die zum Bau von Batterien für Elektrofahrzeuge verwendet werden.

Bergbaukonzerne drängen seit langem darauf, wertvolle Mineralien am Meeresgrund abzubauen. Ihr kommerzieller Abbau steckt technologisch noch in den Kinderschuhen, wegen der wachsenden Bedeutung der Rohstoffe preschen manche Unternehmen jedoch vor.

US-Präsident Donald Trump hatte am vergangenen Donnerstag ein Dekret unterzeichnet, welches das Schürfen nach wichtigen Metallen wie Nickel und Kobalt in US- und internationalen Gewässern ermöglichen soll. Die USA wendeten sich damit gegen eine UN-Initiative für ein internationales Regelwerk für den Tiefseebergbau.

Die UN-Organisation ISA bemüht sich bereits seit den 90er Jahren, ein Regelwerk für den Tiefseebergbau auszuarbeiten und dabei das wirtschaftliche Potenzial gegen Warnungen vor irreversiblen Umweltschäden abzuwägen. Regierungen und Unternehmen hatten sich deshalb bisher weitgehend mit konkreten Vorstößen zurückgehalten. Die USA haben das internationale Abkommen, dass der ISA die entsprechende Zuständigkeit überträgt, nicht ratifiziert.

(A.Stefanowych--DTZ)

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