Deutsche Tageszeitung - US-Investor Warren Buffett gibt Führung seiner Holding zum Jahresende ab

US-Investor Warren Buffett gibt Führung seiner Holding zum Jahresende ab


US-Investor Warren Buffett gibt Führung seiner Holding zum Jahresende ab
US-Investor Warren Buffett gibt Führung seiner Holding zum Jahresende ab / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Der einflussreiche US-Investor Warren Buffett will sich zum Jahresende als Chef seiner Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway zurückziehen. Er werde vorschlagen, dass sein designierter Nachfolger Greg Abel die Führung des Unternehmens übernehme, sagte Buffett am Samstag bei der jährlichen Aktionärsversammlung von Berkshire Hathaway in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska.

Textgröße ändern:

Buffett ist 94 Jahre alt und gilt als Investoren-Legende; wegen des Erfolgs seiner Investitionen wird er auch das "Orakel von Omaha" genannt. Der 62-jährige Abel gilt seit einigen Jahren als sein designierter Nachfolger.

"Die Zeit ist gekommen, dass Greg zum Jahresende Vorstandsvorsitzender des Unternehmens wird", sagte Buffet nun bei der Aktionärsversammlung. Er gehe davon aus, dass der Verwaltungsrat seiner Empfehlung einstimmig folgen werde. "Ich würde immer noch da sein und könnte in einigen Fällen nützlich sein, aber das letzte Wort hätte Greg", fügte Buffett mit Blick auf den geplanten Führungswechsel hinzu.

Der Star-Investor hatte das marode Textilunternehmen Berkshire Hathaway in den 1960er-Jahren übernommen und über die Jahre zu einer riesigen Holdinggesellschaft ausgebaut, die heute mehr als eine Billion Dollar wert ist.

Buffett zählt zu den reichsten Menschen der Welt. Das Finanzmagazin "Forbes" schätzt sein Vermögen auf 168,2 Milliarden Dollar (knapp 149 Milliarden Euro).

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

EU stellt Pläne für "Abschiebeagentur" Frontex vor

Die EU stellt am Dienstag ihre Pläne für den Ausbau der europäischen Grenzschutzagentur Frontex vor. Nach Aussagen von EU-Innenkommissar Magnus Brunner zielt der neue Gesetzesvorschlag darauf ab, Frontex zu einer "zentralen EU-Abschiebeagentur" zu machen. Allgemein soll die EU-Behörde "breiter und stärker" aufgestellt werden, erklärte Brunner. Frontex ist aktuell primär für den Schutz der EU-Außengrenzen zuständig.

Steinmeier beginnt mehrtägige China-Reise mit Besuch von VW-Entwicklungszentrum

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beginnt am Dienstag einen Staatsbesuch in China. Erste Station der mehrtägigen Reise ist die ostchinesische Provinz Anhui, wo Steinmeier unter anderem ein Entwicklungszentrum des Autobauers VW in der Stadt Hefei besichtigt. Nach einem Besuch des Unesco-Weltkulturerbe-Dorfes Hongcun reist Steinmeier am Mittwochabend nach Peking weiter. In der Hauptstadt trifft der Bundespräsident am Freitag die chinesische Staatsführung und führt Gespräche mit Ministerpräsident Li Qiang und Staatspräsident Xi Jinping.

Tödlicher Schusswaffenangriff bei Paris: Verdächtiger bestreitet rassistisches Motiv

Nach dem tödlichen Schusswaffenangriff in zwei Pariser Vorstädten hat der mutmaßliche Täter ein rassistisches Motiv bestritten. Der 39-jährige Kevin T. bestreite nicht die Tat selbst, wohl aber deren rassistischen Charakter, sagte der französische Anti-Terror-Staatsanwalt Olivier Christen am Montag. Nach einer vorübergehenden Einweisung in die Psychiatrie wurde der Verdächtige erneut in Polizeigewahrsam genommen.

Microsoft bietet jedem vierten Mitarbeiter eine Abfindung an

Der Microsoft-Konzern hat 60.000 Mitarbeitern Abfindungen angeboten - gut einem Viertel der weltweiten Belegschaft. Berechtigt seien Beschäftigte in den USA, Kanada, Indien und Großbritannien, erklärte Personalchefin Amy Coleman am Montag. Es ist bereits das zweite Abfindungsprogramm bei Microsoft in diesem Jahr.

Textgröße ändern: