Deutsche Tageszeitung - IAB: 84 Prozent der Betriebe in Deutschland erwarten Personalproblemene

IAB: 84 Prozent der Betriebe in Deutschland erwarten Personalproblemene


IAB: 84 Prozent der Betriebe in Deutschland erwarten Personalproblemene
IAB: 84 Prozent der Betriebe in Deutschland erwarten Personalproblemene / Foto: © AFP

Immer mehr Betriebe in Deutschland erwarten einer Studie zufolge Personalprobleme. Wie das Institut für Arbeitsmarkt- Berufsforschung (IAB) am Dienstag in Nürnberg mitteilte, trifft das auf 84 Prozent der Unternehmen zu, vor 15 Jahren erwarteten lediglich 42 Prozent Probleme im Bereich Personal. Demnach haben die Betriebe vor allem Schwierigkeiten qualifizierte Arbeitskräfte zu finden.

Textgröße ändern:

"Der Fachkräftemangel bleibt über Branchengrenzen hinweg das am häufigsten genannte Problem", erklärte IAB-Forscher Michael Oberfichtner. Der Studie zufolge zweifeln zwei von drei Betrieben (64 Prozent) daran, in Zukunft ausreichend qualifizierte Mitarbeitende zu finden. Im Baugewerbe sind diese Sorgen besonders stark ausgeprägt. Nur ein Viertel rechnet laut IAB dort nicht mit Problemen.

55 Prozent aller Unternehmen fühlten sich zudem von hohen Lohnkosten belastet. Ein Anstieg um zwölf Prozentpunkte verglichen mit 2022. Über diese Probleme klagen insbesondere Betriebe aus dem Verarbeitenden Gewerbe und dem Groß- und Einzelhandel. Weitere Schwierigkeiten entstehen laut der Studie wegen Überalterung, dem großen Bedarf an Weiterbildung und einem hohen Koordinationsaufwand wegen unterschiedlicher Arbeitszeitmodelle.

Die Untersuchung beruht auf Daten des IAB-Betriebspanels, einer den Angaben zufolge repräsentativen Befragung von rund 15.000 Betrieben.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Motto "Haltung ist hot": Hunderttausende zu CSD-Demonstration in Berlin erwartet

Hunderttausende Menschen werden am Samstag (12.00 Uhr) zur diesjährigen Demonstration zum Christopher Street Day (CSD) in Berlin erwartet. Es handelt sich nach Angaben der Organisatoren um eine der größten Versammlungen für Vielfalt und Menschenrechte in Europa. Unter dem Motto "Haltung ist hot" werden 83 Fahrzeuge und 55 Fußgruppen durch das Zentrum der Hauptstadt ziehen.

Nach neuen US-Zöllen: Kanada weiht Grenzbrücke zu USA im Alleingang ein

Nach der Absage einer gemeinsamen Eröffnungsfeier einer Grenzbrücke zwischen Kanada und den USA aufgrund eines neuen Zollstreits hat die kanadische Regierung die Brücke im Alleingang eingeweiht. "Diese Brücke ist ein Beweis dafür, was wir erreichen können, wenn wir zusammenarbeiten", sagte Kanadas Bau- und Infrastrukturminister Gregor Robertson am Freitag an dem Bauwerk, dessen Eröffnung für den Verkehr für Montag vorgesehen ist.

EU wirft Tiktok unzureichenden Schutz minderjähriger Nutzer vor - Änderungen gefordert

Die EU-Kommission hat der chinesischen Videoplattform Tiktok unzureichenden Schutz seiner minderjährigen Nutzer vorgeworfen. Die Konto-Einstellungen für Minderjährige setzten diese weiterhin Risiken wie "unerwünschte Kontaktaufnahmen, Cybermobbing oder ausbeuterisches Verhalten" aus, erklärte die Brüsseler Behörde am Freitag. Sie forderte Tiktok auf, die Einstellungen so anzupassen, dass die von Minderjährigen geteilten Inhalte nicht für alle Welt sichtbar sind.

USA verhängen neue Zölle - EU reagiert mit vorsichtiger Erleichterung

Brüssel hat erleichtert auf die in der Nacht zum Freitag verhängten neuen US-Zölle reagiert. Die EU nehme "positiv zur Kenntnis, dass dieses Ergebnis im Einklang" mit den Zoll-Vereinbarungen aus dem vergangenen Jahr stehe, erklärte ein Sprecher der EU-Kommission. Der Vorsitzende des Handelsausschusses im EU-Parlament, Bernd Lange (SPD), sprach von einem "klaren Fortschritt", der "vorsichtiges Durchatmen" erlaube. Kritik an den neuen US-Zöllen kam unter anderem aus China und Australien.

Textgröße ändern: