Deutsche Tageszeitung - Auto- und Pharmaindustrie legen zu: Industrieproduktion im März gestiegen

Auto- und Pharmaindustrie legen zu: Industrieproduktion im März gestiegen


Auto- und Pharmaindustrie legen zu: Industrieproduktion im März gestiegen
Auto- und Pharmaindustrie legen zu: Industrieproduktion im März gestiegen / Foto: © AFP

Die Industrieproduktion in Deutschland hat im März besonders dank Zuwächsen der Auto- und der Pharmaindustrie überraschend deutlich zugelegt. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte, stieg die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Vergleich zum Februar um 3,0 Prozent an. Auch im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich wuchs die Produktion im ersten Quartal dieses Jahres um 1,4 Prozent verglichen mit dem letzten Quartal 2024.

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Die positive Entwicklung im März verteilte sich nach Angaben des Statistikamts auf "viele Wirtschaftsbereiche". Die Produktion der Autoindustrie kletterte um 8,1 Prozent, die Pharmaindustrie legte mit 19,6 Prozent noch deutlicher zu und auch der Bereich Maschinenbau verzeichnete ein Plus von 4,4 Prozent. Rückgänge gab es bei den Nahrungs- und Futtermitteln, der Mineralölverarbeitung und der Bekleidungsindustrie.

Der kräftige Anstieg der Industrieproduktion zum Ende des ersten Quartals dürfte nach Einschätzung des Bundeswirtschaftsministeriums "auf Vorzieheffekte im Zusammenhang mit den zollpolitischen Ankündigungen der US-Administration" zurückgehen. Diese könnten sich angesichts der vorübergehenden Aussetzung der Zollerhöhungen im zweiten Quartal fortsetzen.

Für eine "Entwarnung" ist es laut dem Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung aber "noch zu früh". "Die US-Zollerhöhungen und die Abwertung des US-Dollar dürften in den kommenden Monaten die deutschen Ausfuhren und damit die deutsche Industrie belasten", erklärte der wissenschaftliche Direktor des IMK, Sebastian Dullien.

Außerdem dürfte die US-Wirtschaft langsamer wachsen als angenommen, was sich ebenfalls auf Deutschland auswirke. "Die deutsche Industrie dürfte damit noch ein paar weitere schwierige Monate vor sich haben, bevor es zu einer echten Trendwende kommt", erklärte Dullien. Er forderte die Politik auf, "möglichst schnell" die inländische Nachfrage zu stärken.

(M.Dorokhin--DTZ)

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