Deutsche Tageszeitung - Dax übertrifft erstmals 24.000 Punkte

Dax übertrifft erstmals 24.000 Punkte


Dax übertrifft erstmals 24.000 Punkte
Dax übertrifft erstmals 24.000 Punkte / Foto: © AFP/Archiv

Der Dax hat am Dienstagmorgen eine weitere Rekordmarke überwunden. Der deutsche Leitindex kletterte kurzzeitig um 0,29 Prozent auf 24.006,16 Punkte und lag damit erstmals über der Marke von 24.000 Punkten. Danach stabilisierte er sich bei Minus 0,06 Prozent. Auch andere europäische Börsen bewegten sich im frühen Handel kaum.

Textgröße ändern:

Anlegerinnen und Anleger warteten offenbar ab und hoffen auf weitere Informationen über den Haushaltskurs der USA. Am Wochenende hatten einige republikanische Abgeordnete des Repräsentantenhauses ihren Widerstand gegen den Haushaltsplan von Präsident Donald Trump aufgegeben. Dieser wurde daraufhin vom Haushaltsausschuss angenommen und soll noch in dieser Woche zur Abstimmung gebracht werden.

Zudem warten Anlegerinnen und Anleger auf weitere mögliche Bewegungen im Zollstreit zwischen den USA und seinen Handelspartnern. Die Börsen waren in Folge der aggressiven Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump eingebrochen. Nach einer Kehrtwende und einer zunächst vorübergehenden Einigung mit China entspannten sich die Märkte in den vergangenen Wochen wieder.

Die Londoner Börse kletterte am Dienstagmorgen um 0,23 Punkte. Der Pariser Aktienmarkt bewegte sich ohne große Veränderungen (Plus 0,07 Prozent) und auch in Mailand gab es kaum Bewegung (Plus 0,03 Prozent). An der Börse in Tokio schloss der Leitindex Nikkei mit einem leichten Plus von 0,08 Prozent bei 37.529 Punkten. Der Hang Seng Index in Hongkong lag im späten Handel mit 1,53 Prozent deutlicher im Plus. Getrieben wurde der Anstieg vom Börsengang des chinesischen Batterieherstellers für E-Autos CATL.

Die Börsen in Shanghai (Plus 0,38 Prozent) und Shenzhen (Plus 0,77 Prozent) schlossen ebenfalls im positiven Bereich.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Rheinmetall will künftig auch ballistische Raketen bauen

Der Rüstungskonzern Rheinmetall expandiert und will künftig auch ballistische Raketen bauen. Das Düsseldorfer Unternehmen kündigte am Montag die Gründung eines Joint Ventures mit dem europäischen Raketenbauer Destinus mit Sitz in den Niederlanden an. "Dieses wird fortschrittliche Raketensysteme herstellen, vermarkten und liefern. Dazu gehören Marschflugkörper und ballistische Raketenartillerie", erklärte Rheinmetall.

Spritpreise: Koalition senkt Mineralölsteuer und ermöglicht "Entlastungsprämie"

Wegen der anhaltend hohen Spritpreise durch den Iran-Konflikt hat die schwarz-rote Koalition nun doch Steuersenkungen an den Zapfsäulen beschlossen. Die Mineralölsteuer für Diesel und Benzin wird für zwei Monate um cirka 17 Cent gesenkt, wie Kanzler Friedrich Merz (CDU) am Montag sagte. Zudem erhalten Arbeitgeber die Möglichkeit, ihren Beschäftigten eine steuerfreie "Entlastungsprämie" von 1000 Euro zu zahlen. Die Koalitionspartner vereinbarten darüber hinaus Zeitpläne für zwei wichtige Reformvorhaben.

Pilotenstreik bei der Lufthansa: Viele Maschinen bleiben am Boden

Der Flugbetrieb der Lufthansa ist wegen eines Pilotenstreiks stark beeinträchtigt. Auf Basis eines Sonderflugplans könne am Montag und Dienstag rund jeder dritte Kurzstreckenflug und jeder zweite Langstreckenflug planmäßig stattfinden, sagte ein Konzernsprecher der Nachrichtenagentur AFP. Bei der Lufthansa-Tochter Eurowings, wo die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) zu einem eintägigen Streik aufgerufen hatte, liegt die Quote demnach bei rund 60 Prozent.

Wirtschaftsweise Schnitzer: Beschluss zu Mineralölsteuer schlechteste Option

Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer hat die Koalitionsbeschlüsse zur zweimonatigen Senkung der Mineralölsteuer scharf kritisiert. "Eine Senkung des Preises für alle durch eine zeitlich befristete Aussetzung der Energiesteuer ist die schlechteste aller bisher diskutierten Optionen", sagte die Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung am Montag den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Deutliche Kritik kam auch vom Umweltverband BUND.

Textgröße ändern: