Deutsche Tageszeitung - ADAC bewertet zehn von 20 Kinderautositzen gut - große Qualitätsunterschiede

ADAC bewertet zehn von 20 Kinderautositzen gut - große Qualitätsunterschiede


ADAC bewertet zehn von 20 Kinderautositzen gut - große Qualitätsunterschiede
ADAC bewertet zehn von 20 Kinderautositzen gut - große Qualitätsunterschiede / Foto: © AFP/Archiv

Im ADAC-Test haben zehn von 20 Autokindersitzen eine gute Bewertung erhalten. Neun Modelle sind "befriedigend", eins nur "ausreichend", wie der Automobilclub in München am Donnerstag mitteilte. Fast alle Sitze waren laut ADAC "grundlegend sicherer" als gesetzlich vorgegeben. Dennoch gebe es "teils gravierende Qualitätsunterschiede". Geprüft wurden Sicherheit, Bedienung, Ergonomie und Schadstoffe von Babyschalen, Kleinkindersitzen und Sitzen für größere Kinder.

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Testsieger bei den Babyschalen waren die Modelle "Joie Sprint" und der "Maxi-Cosi Pebble S" in Kombination mit der Basisstation "FamilyFix S" - jeweils mit der Gesamtnote 1,8. Bei den Kleinkindersitzen hatte der "Thule Elm RWF + Alfi Base" die Nase vorn und bei Sitzen für Kinder ab etwa vier Jahren erreichten der "Cybex Solution G2" und der "Recaro Axion 1" das beste Ergebnis.

Ein Modell empfiehlt der Autoclub indes nicht. Der Sitz deckt zwar Kinder zwischen 40 und 150 Zentimetern Körpergröße ab, dabei "mussten aber offensichtlich Kompromisse eingegangen werden", die sich in einer nur ausreichenden Sicherheitsbewertung widerspiegeln.

Die untersuchten Kindersitze kosten zwischen 100 und 750 Euro. Dabei erhielt das günstigste Modell eine bessere Gesamtnote, während das Teuerste im Sicherheitstest am besten abschnitt. Dort jedoch wurden Schadstoffe nachgewiesen, was eine stärkere Gesamtnote verhinderte.

Der ADAC empfiehlt Eltern, sich vor dem Kauf eines Kindersitzes zu informieren. "Es gibt inzwischen unterschiedlichste Systeme, die unter Umständen nur für bestimmte Pkw freigegeben sind", erklärten die Autoexpertinnen und -experten. Außerdem rät der Automobilclub, Kinder bis zum zweiten Lebensjahr entgegen der Fahrtrichtung fahren zu lassen. Damit verringere sich das Risiko schwerer Verletzungen "teils erheblich".

(Y.Leyard--DTZ)

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