Deutsche Tageszeitung - Luft- und Raumfahrtindustrie steigert Umsatz 2024 deutlich

Luft- und Raumfahrtindustrie steigert Umsatz 2024 deutlich


Luft- und Raumfahrtindustrie steigert Umsatz 2024 deutlich
Luft- und Raumfahrtindustrie steigert Umsatz 2024 deutlich / Foto: © AFP

Die Unternehmen der Luft- und Raumfahrtindustrie in Deutschland haben im vergangenen Jahr gute Geschäfte gemacht. Der Umsatz der Branche legte um 13 Prozent auf 52 Milliarden Euro zu, wie der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) am Donnerstag mitteilte. Für das Plus waren demnach die Unternehmen der zivilen Luftfahrt verantwortlich, die ihren Umsatz um 18 Prozent auf 39 Milliarden Euro steigerten.

Textgröße ändern:

Die militärische Luftfahrt setzte mit zehn Milliarden Euro so viel um wie im Vorjahr, genau wie die Raumfahrtindustrie mit drei Milliarden Euro. Die gesamte Branche war laut BDLI bereits im Jahr 2023 stark gewachsen (18 Prozent mehr Umsatz). Im Zehnjahresvergleich ergibt sich ein Plus um 56 Prozent.

Das zeigt sich auch bei der Beschäftigung. 2024 arbeiteten 120.000 Menschen in der Branche - vier Prozent mehr als im Vorjahr. Das Geschäft ist laut BDLI hochgradid exportorientiert: 67 Prozent der Produkte gehen ins Ausland.

Risiken sieht BDLI-Präsident Michael Schöllhorn in möglichen Problemen in den Lieferketten sowie im Zollstreit mit den USA. Hinzu komme das Thema Bürokratie sowie regulatorische Probleme wegen der doppelten Verwendbarkeit vieler Technologien sowohl für den zivilen als auch militärischen Bereich. Schöllhorn setzt vor allem auf Europa: "Wir fordern die Bundesregierung auf, eine neue deutsch-europäische Industriepolitik auszurufen, mit der Sicherheit und Wohlstand für unser Gemeinwesen ermöglicht werden."

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

EZB gibt Leitzinsentscheidung bekannt - Weitere Erhöhung erwartet

Die Europäische Zentralbank (EZB) gibt am Donnerstag bei ihrer auswärtigen Ratssitzung in Berlin ihre neue Leitzinsentscheidung bekannt (14.15 Uhr). Erwartet wird, dass die EZB ihre Zinssätze erneut anheben dürfte, um die durch steigende Energiepreise angefachte Inflation abzuschwächen. EZB-Präsidentin Christine Lagarde erläutert die Entscheidung im Anschluss auf einer Pressekonferenz (14.45 Uhr).

Falscher Alarm: Autobahn in die Schweiz nach mehrstündiger Sperrung wieder freigegeben

Weil Sprengstoffspürhunde Alarm geschlagen hatten, ist die von Baden-Württemberg in die Schweiz führende Autobahn A861 am Mittwoch nach einem Polizei-Einsatz mehrere Stunden lang vollständig gesperrt gewesen. Gegen Mittag habe sich bei der Kontrolle eines Fahrzeugs am Grenzübergang Rheinfelden-Autobahn "der Verdacht einer Gefahrenlage" ergeben, teilte das Polizeipräsidium Freiburg mit. Zwei Männer wurden vorläufig festgenommen. Nachdem keine gefährlichen Stoffe gefunden wurden, konnte die Sperrung gegen 20.00 Uhr wieder aufgehoben werden.

Porsche vollzieht Ausstieg aus Bugatti-Joint-Venture - Erlös von einer Milliarde Euro

Der Sportwagenhersteller Porsche hat den Ausstieg aus einem Joint-Venture für die Luxusmarke Bugatti mit dem kroatischen Hersteller Rimac vollzogen. Durch den Verkauf seiner Anteile an Bugatti Rimac und an der Rimac Group selbst habe Porsche rund eine Milliarde Euro erlöst, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend in Stuttgart mit. 250 Millionen Euro davon würden für die weitere Finanzierung der Pensionsverpflichtungen verwendet.

Autobahn in die Schweiz gesperrt - "Bild": Sprengstoff-Alarm bei Autokontrolle

In Baden-Württemberg ist die Autobahn A861 in die Schweiz am Mittwoch vollständig gesperrt worden. Die Autobahn sei in beiden Fahrtrichtungen "aufgrund eines polizeilichen Einsatzes" nicht befahrbar, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei in Weil am Rhein der Nachrichtenagentur AFP am Nachmittag. Weitere Details wollte sie nicht nennen. Die "Bild"-Zeitung berichtete von Sprengstoff-Alarm nach einer Fahrzeugkontrolle am Grenzübergang Rheinfelden.

Textgröße ändern: