Deutsche Tageszeitung - Ernteausfälle in den Anbauländern: Bohnenkaffee deutlich teurer als im Vorjahr

Ernteausfälle in den Anbauländern: Bohnenkaffee deutlich teurer als im Vorjahr


Ernteausfälle in den Anbauländern: Bohnenkaffee deutlich teurer als im Vorjahr
Ernteausfälle in den Anbauländern: Bohnenkaffee deutlich teurer als im Vorjahr / Foto: © AFP/Archiv

Ernteausfälle in wichtigen Kaffee-Anbauländern wie Brasilien haben für stark steigende Preise für Rohkaffee gesorgt: In Deutschland war Bohnenkaffee im April um 12,2 Prozent teurer als im April vergangenen Jahres, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Im Vergleich zum April 2021 stieg der Preis demnach um 31,2 Prozent.

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Diese deutliche Erhöhung der Verbraucherpreise für Kaffee "dürfte maßgeblich auf die Importpreise für Rohkaffee zurückzuführen sein", erklärte das Statistikamt. Die Einfuhrpreise für nicht geröstete Kaffeebohnen waren demnach im April um 53,1 Prozent höher als ein Jahr zuvor, im Vergleich zum April 2021 stiegen die Preise sogar um 147,4 Prozent. Im weltweit wichtigsten Kaffee-Anbauland Brasilien war 2024 das wärmste je gemessene Jahr, Dürre und heftige Waldbrände setzten den Kaffeebauern zu.

Auch der Bohnenkaffee für Deutschlands Verbraucherinnen und Verbraucher stammt hauptsächlich aus Brasilien; von dort kamen im vergangenen Jahr 516.000 Tonnen Kaffee (roh und geröstet) und damit 41,1 Prozent der Importmenge. 16,2 Prozent der Menge stammten aus Vietnam, 5,5 Prozent aus Honduras und 4,3 Prozent aus Kolumbien. Weitere wichtige Handelspartner beim Kaffeeimport waren demnach Uganda, Italien und Peru.

Trotz der stark gestiegenen Preise in den vergangenen Jahren ist der Kaffeekonsum hierzulande nur leicht gesunken. Laut dem Deutschen Kaffeeverband wurden 2024 pro Kopf 163 Liter Kaffee getrunken. In der Corona-Zeit mit Lockdowns und Homeoffice war der Kaffeekonsum auf 169 Liter pro Kopf gestiegen - seitdem ging er wieder etwas zurück.

(Y.Leyard--DTZ)

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