Deutsche Tageszeitung - Deutsche Autobauer mit Problemen im ersten Quartal - chinesische Hersteller legen zu

Deutsche Autobauer mit Problemen im ersten Quartal - chinesische Hersteller legen zu


Deutsche Autobauer mit Problemen im ersten Quartal - chinesische Hersteller legen zu
Deutsche Autobauer mit Problemen im ersten Quartal - chinesische Hersteller legen zu / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Deutsche und US-Autobauer haben zu Beginn des laufenden Jahres weiter mit Problemen zu kämpfen, während asiatische Hersteller ihren Wachstumskurs fortsetzen. Die Umsätze der deutschen Autokonzerne gingen im ersten Quartal insgesamt um 2,3 Prozent zurück, die der US-Hersteller um 2,9 Prozent, wie die Beratungsfirma EY in Stuttgart am Mittwoch mitteilte. Chinesische Autounternehmen indes legten beim Umsatz und Gewinn teils kräftig zu.

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"Die etablierten westlichen Konzerne befinden sich im Krisenmodus", erklärte EY-Experte Constantin Gall. Die schwächelnde Wirtschaft führe zu Zurückhaltung bei Verbraucherinnen und Verbrauchern und hohe Kosten sowie das langsame Wachstum im Elektrosegment sorgten für "erhebliche" Belastungen. Chinesische Hersteller verdrängten zudem zunehmend westliche Autobauer vom Markt in China.

Der Gewinn der deutschen Autobauer schrumpfte im ersten Quartal des Jahres um 33 Prozent, in den USA war der Rückgang mit 32 Prozent ähnlich hoch. Der Absatz der deutschen Konzerne stagnierte den Angaben zufolge auf dem Niveau des Vorjahres. Etwas besser lief es bei den japanischen Unternehmen, die ihren Umsatz um 5,8 Prozent steigerten, aber dennoch 16 Prozent weniger Gewinn machten als im Vorjahr.

Die vier führenden chinesischen Hersteller BYD, Geely, SAIC und Great Wall Motor legten beim Umsatz zusammen um 15 Prozent zu. Beim Gewinn stand ein Plus von satten 66 Prozent. Allerdings legten Geely und BYD kräftig zu, während SAIC und Great Wall Motor deutliche Rückgänge verzeichneten.

Nach Ansicht Galls wird sich die Krise in Europa und den USA im Laufe dieses Jahres weiter zuspitzen: "Die Autoindustrie muss gerade an vielen Fronten kämpfen, für einige etablierte Hersteller steht das komplette Geschäftsmodell auf dem Spiel." Der Wettbewerbsdruck der Branche sei aktuell "brutal". Bleiben die Gewinne weiter schwach stelle sich bei einigen Herstellern die "Existenzfrage".

Dabei werden die deutschen Autobauer nach Einschätzung Galls ihren Kurs zu Kostensenkungen fortsetzen. "In den Chefetagen herrscht Alarmstimmung und die Bereitschaft, auch unpopuläre und sehr einschneidende Maßnahmen zu ergreifen", erklärte Gall. Ziel sei ein "Gesundschrumpfen".

(A.Nikiforov--DTZ)

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