Deutsche Tageszeitung - Studie: Börsennotierte Unternehmen sehen mehr Geschäftsrisiken als vor zwei Jahren

Studie: Börsennotierte Unternehmen sehen mehr Geschäftsrisiken als vor zwei Jahren


Studie: Börsennotierte Unternehmen sehen mehr Geschäftsrisiken als vor zwei Jahren
Studie: Börsennotierte Unternehmen sehen mehr Geschäftsrisiken als vor zwei Jahren / Foto: © AFP

Börsennotierte Unternehmen in Deutschland haben einer Studie zufolge in ihren Geschäftsberichten deutlich mehr Risiken genannt als noch vor zwei Jahren. Wie die Universität Hohenheim in Stuttgart am Mittwoch mitteilte, meldeten die Firmen in den Indizes Dax, Mdax und SDax 30 Prozent mehr Risiken als 2023. Fast alle sorgen sich vor Cyber-Angriffen oder bürokratischen Belastungen.

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Für die Studie untersuchten die Forschenden der Uni Hohenheim gemeinsam mit der Kommunikationsberatung Crunchtime Communications zwischen 1. Februar und 30. April veröffentlichte Geschäftsberichte von 134 der 160 börsennotierten Unternehmen. Dabei nahmen die Konzerne nicht nur mehr Risiken wahr, sie bewerteten sie laut Untersuchung auch "systematischer als vor zwei Jahren".

Jeweils 98 Prozent sehen in der Bürokratie und Cyber-Attacken Risiken für ihr Geschäft. Die geopolitische Entwicklung und Finanzthemen nannten 86 Prozent. Neben diesen externen Faktoren spielen aber auch interne Risiken eine Rolle. So verwiesen über 80 Prozent der Unternehmen auf Wettbewerb, Recht und Compliance sowie den Fachkräftemangel. Auch im Klimawandel sehen immer mehr Firmen ein Risiko. Die Themen Pandemie, Energiekrise und Inflation wurden zugleich seltener genannt als noch 2023.

In den Vorworten der Konzernchefs wird der Studie zufolge aber weiterhin selten auf Risiken eingegangen. Die Vorstandsvorsitzenden waren hier noch zurückhaltender als 2023. "Dass CEOs in ihren Vorworten kaum auf das allgegenwärtige Cyber-Risiko eingehen, ist nachvollziehbar – niemand möchte sich unnötig exponieren", erklärte Johannes Fischer, geschäftsführender Gesellschafter von Crunchtime und Lehrbeauftragter der Uni Hohenheim. Dass aber auch der Fachkräftemangel und andere Personalthemen kaum eine Rolle spielten, ist laut Fischer eine "vertane Chance".

(V.Sørensen--DTZ)

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