Deutsche Tageszeitung - Bauwirtschaft hält 2025 leichtes Umsatzplus von bis zu einem Prozent für möglich

Bauwirtschaft hält 2025 leichtes Umsatzplus von bis zu einem Prozent für möglich


Bauwirtschaft hält 2025 leichtes Umsatzplus von bis zu einem Prozent für möglich
Bauwirtschaft hält 2025 leichtes Umsatzplus von bis zu einem Prozent für möglich / Foto: © AFP

Die Bau- und Ausbauwirtschaft blickt verhalten zuversichtlich auf das laufende Jahr. Für 2025 werde mit einer Umsatzstabilisierung und "einem ganz, ganz minimalen Plus von 0,5 bis einem Prozent auf 428 Milliarden Euro" gerechnet, sagte der Vorsitzende der Bundesvereinigung Bauwirtschaft (BVB), Marcus Nachbauer, am Donnerstag in Berlin.

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Das Bauhauptgewerbe - wozu der Wohnungsbau gehört - macht ein Drittel des Umsatzes im BVB aus. Für diesen Bereich geht der Verband nach einem Einbruch von minus vier Prozent im vergangenen Jahr für 2025 von einem Nullwachstum aus.

Die ersten drei Monate des Jahres seien hier "erfreulich" verlaufen, sagte Nachbauer. Im ersten Quartal verzeichnete die Branche ein Auftragsplus von 12,5 Prozent, wozu ein Plus von 16 Prozent beim Wohnungsbau beitrug.

"Aber wir sind noch weit davon entfernt, hier das Wort Trendwende in den Mund zu nehmen", schränkte Nachbauer ein. Er verwies auf das niedrige Ausgangsniveau im Wohnungsbau, auch blieben die Genehmigungszahlen schwach.

Im Tiefbau sei die Auslastung mit zwei Dritteln wesentlich zu gering, fuhr Nachbauer fort. "Wir brauchen Klarheit über die Mittelverwendung aus dem Sondervermögen" sowie eine "solide Verankerung" der Infrastrukturmittel im Bundeshaushalt 2025/2026, forderte er.

Mit einem Umsatzwachstum wird den Angaben nach auch im Bereich Gebäudetechnik und Dienstleistungen (ein Prozent), im Dachdeckerhandwerk (drei Prozent) und dem Garten- und Landschaftsbau (2,5 Prozent) gerechnet. Die Ausbaugewerke, zu denen etwa der Metallbau, Maler, Tischler und Raumausstatter gehören, gehen von einem Plus von 0,5 Prozent aus. Anders sieht es im Gerüstbau aus, der mit einem Umsatzrückgang von zwei Prozent rechnet.

Nachbauer pochte erneut auf den Abbau der Bürokratie, die ein wichtiger "Baubehinderungsgrund" sei. Auch verwies er auf die Mindestlohndebatte, die die Branche belaste. "Wir betrachten mit Sorge die im Koalitionsvertrag vorgesehene Zielmarke von 15,00 Euro ab 2026", sagte der BVB-Chef.

(G.Khurtin--DTZ)

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