Deutsche Tageszeitung - Siemens Energy löst Garantie des Bundes ab

Siemens Energy löst Garantie des Bundes ab


Siemens Energy löst Garantie des Bundes ab
Siemens Energy löst Garantie des Bundes ab / Foto: © AFP/Archiv

Der Anlagenbauer Siemens Energy hat eine Garantie des Staates zur Absicherung von Großprojekten abgelöst. Das Unternehmen entwickelte sich in den vergangenen Jahren gut und konnte seine Margen verbessern und seine Bilanz stärken, so dass die Garantie wie geplant abgelöst werden konnte, wie Siemens Energy am Donnerstag in Berlin mitteilte. Der Bund hatte das Unternehmen in 2023 in einer Krise mit Garantien in Höhe von 7,5 Milliarden Euro abgesichert.

Textgröße ändern:

Die Bürgschaft des Staates war Teil einer Garantielinie in Höhe von 15 Milliarden Euro. Die Windenergietochter Siemens Gamesa war in Schieflage geraten und schrieb hohe Verluste, die auch durch andere Unternehmensteile nicht aufgefangen werden konnten. Der Auftragsbestand war hoch, doch Auftraggebern war das Geschäft mit Siemens Energy wegen der hohen Verluste zusehends zu unsicher, die finanzielle Absicherung fiel dem Unternehmen gleichzeitig immer schwerer.

Die Garantien werden nun von einem Zusammenschluss 23 internationaler Banken übernommen und haben laut Unternehmensangaben eine Laufzeit von fünf Jahren. "Die Rückgarantie des Bundes war 2023 wichtig, um in einer herausfordernden Phase das erwartete starke Wachstum abzusichern", erklärte die Finanzchefin von Siemens Energy, Maria Ferraro.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Thüringen: Früherer Ministerpräsident Josef Duchac gestorben

Der frühere Thüringer Ministerpräsident Josef Duchac ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Der CDU-Politiker erlag am vergangenen Freitag einer langen schweren Krankheit, wie die Staatskanzlei in Erfurt am Montag erklärte. Duchac war der erste Ministerpräsident Thüringens nach der Wiedervereinigung und führte von Dezember 1990 bis Februar 1992 die Landesregierung.

"Peinlich": Auftritt von Audi-Chef Döllner in den USA schlägt weiter hohe Wellen

Die Kritik am Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner an der Seite von US-Präsident Donald Trump reißt nicht ab. IG-Metall-Chefin Christiane Benner bezeichnete den Auftritt am Montag als "politisch inakzeptabel". Döllner habe "eklatant" die eigenen Unternehmensregeln verletzt, die ausdrücklich politische Neutralität im Vorfeld von Wahlen verordnen. Neben der Arbeitnehmerseite rügten auch Politikerinnen und Politiker von CDU, SPD, Grünen und Linken den Audi-Chef.

Verzicht auf nicht zwingende Standards: Gesetzentwurf für einfacheres Bauen steht

Eine geringere Norm-Temperatur im Schlafzimmer, weniger Trittschallschutz oder dünnere Wände: Künftig soll es möglich sein, von "Komfortstandards" beim Wohnungsbau abzuweichen - und so Kosten zu sparen. Das Bundesjustizministerium legte am Montag einen Gesetzentwurf vor, mit dem das Bauvertragsrecht entsprechend geändert werden soll. Erfahrungen aus Pilotprojekten zeigen laut Ministerium, dass die Bauwerkskosten mit einfacherem Bauen um etwa zehn bis 15 Prozent gesenkt werden könnten.

Ifo-Institut: Stimmung in Firmen hellt sich weiter zum sechsten Mal in Folge auf

Zum sechsten Mal in Folge hat sich die Stimmung in den deutschen Unternehmen im Oktober verbessert: Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg von 89,9 Punkten im September auf nun 90,2 Punkte, wie das Ifo-Institut in München am Montag mitteilte. Besonders in der Industrie hellte sich das Geschäftsklima auf. "Die Konjunkturbelebung setzt sich fort", erklärte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Ökonomen warnten aber vor weiteren Risiken für die Wirtschaft - vor allem durch eine zusätzliche Eskalation in der Golfregion.

Textgröße ändern: