Deutsche Tageszeitung - Britische Regierung will Solarzellen auf Dach als Standard für neue Wohngebäude

Britische Regierung will Solarzellen auf Dach als Standard für neue Wohngebäude


Britische Regierung will Solarzellen auf Dach als Standard für neue Wohngebäude
Britische Regierung will Solarzellen auf Dach als Standard für neue Wohngebäude / Foto: © AFP

Neue Wohngebäude in Großbritannien werden nach Plänen der Regierung in London künftig "standardmäßig" mit Solarzellen auf dem Dach ausgestattet sein. Den Plänen zufolge sollen "die Bauvorschriften geändert werden, um erstmals ausdrücklich die Nutzung von Solarenergie zu fördern, vorbehaltlich praktischer Beschränkungen und einer gewissen Flexibilität für neue Häuser, die von Bäumen umgeben sind oder über viel Schatten verfügen", erklärte die Regierung von Premierminister Keir Starmer am Freitag.

Textgröße ändern:

Ein typisches britisches Eigenheim könne durch Solarzellen auf dem Dach umgerechnet rund 630 Euro pro Jahr einsparen. "Neue Häuser werden auch über kohlenstoffarme Heizungen wie Wärmepumpen und ein hohes Niveau der Energieeffizienz verfügen. Das senkt die Energiekosten der Menschen und fördert die Energiesicherheit der Nation durch sauberen, heimischen Strom", erklärte die Regierung weiter. Haushalte sollen einen Rabatt von bis zu umgerechnet rund 8900 Euro auf die Kosten für eine Wärmepumpe bekommen.

Die Umweltorganisation Greenpeace begrüßte die Pläne der Regierung, forderte sie aber zugleich zu weiteren Schritten auf. Es handele sich um "ein großartiges Beispiel", wie nicht nur klimaschädigende Emissionen eingespart, sondern auch das Leben der Menschen verbessert werden könne, erklärte die Greenpeace-Expertin Ami McCarthy. Nun müsse sich die Regierung darum kümmern, das gesamte britische Energiesystem zu reformieren. Großbritannien will bis spätestens 2050 CO2-neutral.

Angesichts der Wohnungsknappheit in Großbritannien will Starmers Labour-Partei erreichen, dass bis 2029 1,5 Millionen neue Wohnungen gebaut werden. Viele Experten halten das für zu optimistisch.

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

Verzicht auf nicht zwingende Standards: Gesetzentwurf für einfacheres Bauen steht

Eine geringere Norm-Temperatur im Schlafzimmer, weniger Trittschallschutz oder dünnere Wände: Künftig soll es möglich sein, von "Komfortstandards" beim Wohnungsbau abzuweichen - und so Kosten zu sparen. Das Bundesjustizministerium legte am Montag einen Gesetzentwurf vor, mit dem das Bauvertragsrecht entsprechend geändert werden soll. Erfahrungen aus Pilotprojekten zeigen laut Ministerium, dass die Bauwerkskosten mit einfacherem Bauen um etwa zehn bis 15 Prozent gesenkt werden könnten.

Ifo-Institut: Stimmung in Firmen hellt sich weiter zum sechsten Mal in Folge auf

Zum sechsten Mal in Folge hat sich die Stimmung in den deutschen Unternehmen im Oktober verbessert: Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg von 89,9 Punkten im September auf nun 90,2 Punkte, wie das Ifo-Institut in München am Montag mitteilte. Besonders in der Industrie hellte sich das Geschäftsklima auf. "Die Konjunkturbelebung setzt sich fort", erklärte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Ökonomen warnten aber vor weiteren Risiken für die Wirtschaft - vor allem durch eine zusätzliche Eskalation in der Golfregion.

Ifo-Institut: Stimmung in deutschen Unternehmen verbessert sich erneut

Die Stimmung in den Unternehmen in Deutschland hat sich im Oktober weiter verbessert - besonders in der Industrie. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg von 89,9 Punkten im September auf nun 90,2 Punkte, wie das Ifo-Institut in München am Montag mitteilte. "Die Konjunkturbelebung setzt sich fort", erklärte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Verzicht auf nicht zwingende Standards: Gesetzentwurf für einfacheres Bauen vorgelegt

Bauen in Deutschland - insbesondere der Neubau von Wohnungen - soll nach dem Willen der Regierung einfacher und damit günstiger werden. Das Bundesjustizministerium legte am Montag den Gesetzentwurf zum Bauen nach dem Gebäudetyp E vor: Damit kann auf Standards verzichtet werden, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehen. Das Ministerium erklärte, Erfahrungen aus Pilotprojekten zeigten, dass die Bauwerkskosten so um etwa zehn bis 15 Prozent gesenkt werden könnten.

Textgröße ändern: