Deutsche Tageszeitung - Umfrage zu Weltspieltag: Deutsche bemängeln fehlende Entfaltungschancen für Kinder

Umfrage zu Weltspieltag: Deutsche bemängeln fehlende Entfaltungschancen für Kinder


Umfrage zu Weltspieltag: Deutsche bemängeln fehlende Entfaltungschancen für Kinder
Umfrage zu Weltspieltag: Deutsche bemängeln fehlende Entfaltungschancen für Kinder / Foto: © AFP

Viele Deutsche bemängeln einer Umfrage für das Deutsche Kinderhilfswerk zufolge fehlende Möglichkeiten für Kinder zur kreativen und spielerischen Entfaltung. Nur etwa die Hälfte der Befragten ist laut der am Dienstag in Berlin veröffentlichten Erhebung der Meinung, dass diese außerhalb von Kita und Grundschule ausreichend Zeit und Möglichkeiten für entsprechende Aktivitäten haben. 81 Prozent vermuten dabei einen Zusammenhang mit der ständigen Verfügbarkeit digitaler Medien.

Textgröße ändern:

Anlass für die Befragung ist der Weltspieltag am Mittwoch. Nur 51 Prozent der Teilnehmer glauben demnach, dass Kinder außerhalb ihrer Betreuungs- und Bildungseinrichtungen genügend Chancen für freie und kreative Betätigungen haben. 41 Prozent glauben das nicht. Dabei sind nahezu alle Befragten von der Bedeutung spielerischer, sportlicher oder kreativer Freizeitaktivitäten überzeugt - etwa 95 Prozent halten sie jeweils für wichtig bis sehr wichtig.

Dazu zählen laut Fragestellung unter anderem Sport allein oder in Gruppen, Malen, Basteln, Musizieren und Theaterspielen. "Für die Entwicklung von Kindern ist es wichtig, dass sie früh mit vielfältigen Angeboten von Kunst, Kultur, Spiel und Medien in Berührung kommen", erklärte der Geschäftsführer des Kinderhilfswerks, Holger Hofmann. In der UN-Kinderrechtskonvention sei nicht von ungefähr ein Recht auf freies Spiel in einem Artikel kodifiziert.

Hemmend auf die Möglichkeiten zur freien Entfaltung von Kindern wirken nach Auffassung der Befragten neben allgegenwärtigen digitalen Medien vor allem fehlende Heranführung und Unterstützung durch Eltern. 75 Prozent sehen darin einen Faktor. 61 Prozent nennen finanzielle Einschränkungen als Hindernis. Das Institut Forsa befragte im April etwa tausend Erwachsene.

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

Falscher Alarm: Autobahn in die Schweiz nach mehrstündiger Sperrung wieder freigegeben

Weil Sprengstoffspürhunde Alarm geschlagen hatten, ist die von Baden-Württemberg in die Schweiz führende Autobahn A861 am Mittwoch nach einem Polizei-Einsatz mehrere Stunden lang vollständig gesperrt gewesen. Gegen Mittag habe sich bei der Kontrolle eines Fahrzeugs am Grenzübergang Rheinfelden-Autobahn "der Verdacht einer Gefahrenlage" ergeben, teilte das Polizeipräsidium Freiburg mit. Zwei Männer wurden vorläufig festgenommen. Nachdem keine gefährlichen Stoffe gefunden wurden, konnte die Sperrung gegen 20.00 Uhr wieder aufgehoben werden.

Porsche vollzieht Ausstieg aus Bugatti-Joint-Venture - Erlös von einer Milliarde Euro

Der Sportwagenhersteller Porsche hat den Ausstieg aus einem Joint-Venture für die Luxusmarke Bugatti mit dem kroatischen Hersteller Rimac vollzogen. Durch den Verkauf seiner Anteile an Bugatti Rimac und an der Rimac Group selbst habe Porsche rund eine Milliarde Euro erlöst, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend in Stuttgart mit. 250 Millionen Euro davon würden für die weitere Finanzierung der Pensionsverpflichtungen verwendet.

Autobahn in die Schweiz gesperrt - "Bild": Sprengstoff-Alarm bei Autokontrolle

In Baden-Württemberg ist die Autobahn A861 in die Schweiz am Mittwoch vollständig gesperrt worden. Die Autobahn sei in beiden Fahrtrichtungen "aufgrund eines polizeilichen Einsatzes" nicht befahrbar, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei in Weil am Rhein der Nachrichtenagentur AFP am Nachmittag. Weitere Details wollte sie nicht nennen. Die "Bild"-Zeitung berichtete von Sprengstoff-Alarm nach einer Fahrzeugkontrolle am Grenzübergang Rheinfelden.

Minister Klingbeil legt Strategie für bessere Finanzbildung von Bürgern vor

Botschafter für Finanzbildung und Schulbesuche bei der Bundesbank: Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat nach Informationen der "Rheinischen Post" eine Strategie vorgelegt, mit der das Finanzwissen der Bürgerinnen und Bürger verbessert werden soll. Dabei geht es um Themen wie Geldanlage, Altersvorsorge und die Funktionsweise des Finanzsystems, wie die Zeitung am Mittwoch berichtete. Demnach richtet sich die Finanzbildungsstrategie vor allem an Jüngere, Frauen und Menschen mit geringen Einkommen.

Textgröße ändern: