Deutsche Tageszeitung - Teuerste Handtasche der Welt: Birkin Bag für 8,6 Millionen Euro versteigert

Teuerste Handtasche der Welt: Birkin Bag für 8,6 Millionen Euro versteigert


Teuerste Handtasche der Welt: Birkin Bag für 8,6 Millionen Euro versteigert

Die allererste Birkin Bag ist jetzt die teuerste Handtasche der Welt: Der Prototyp der legendären Tasche von Hermès hat bei einer Versteigerung in Paris zum Rekordpreis von knapp 8,6 Millionen Euro den Besitzer gewechselt. Im Auktionssaal von Sotheby's brach am Donnerstag Beifall aus, als der Hammer fiel. Die 40 Jahre alte Handtasche mit integriertem Nagelknipser war für die Schauspielerin Jane Birkin entworfen worden, ersteigert wurde sie nach Angaben des Auktionshauses von einem Sammler aus Japan.

Textgröße ändern:

Das Auktionshaus hatte zuvor keinen Schätzwert für die Tasche angegeben. Es konnten nur Interessenten mitbieten, die sich zuvor registriert hatten.

Die bislang am teuersten versteigerte Handtasche war eine mit Diamanten besetzte Kelly-Tasche von Hermès aus Krokodilleder, die 2021 bei Christie's für - im Vergleich mickrige - 440.000 Euro ihre Besitzerin wechselte. Nun ist die Birkin Bag die am teuersten versteigerte Handtasche und das zweitteuerste Modeobjekt: Mehr wurde bisher nur für die roten Schuhe aus dem Filmklassiker "Der Zauberer von Oz" gezahlt, die 2024 für umgerechnet 27,8 Millionen Euro unter den Hammer kamen.

Die britische Schauspielerin Jane Birkin hatte sich einst auf einem Flug von Paris nach London bei ihrem Sitznachbarn darüber beklagt, dass sie keine Tasche finde, die ihren Bedürfnissen als junge Mutter gerecht werde. Dabei wandte sie sich genau an den Richtigen: Ihr Sitznachbar Jean-Louis Dumas war damals Geschäftsführer von Hermès und ließ für Birkin eine Handtasche entwerfen, in der auch Babyflaschen Platz finden sollten.

Der handgefertigte Prototyp aus schwarzem Leder hat einen Schulterriemen, einen integrierten Nagelknipser und ist mit den Initialien der Schauspielerin verziert. Jane Birkin hatte die Handtasche zeitweise mit Aufklebern der Hilfsorganisationen Unicef und Ärzte ohne Grenzen dekoriert. Die Klebespuren sind bis heute erhalten.

Die Birkin Bag wurde später zu einem Luxusprodukt und Statussymbol. Sie wird bis heute in Handarbeit und geringer Stückzahl hergestellt und zu enormen Preisen verkauft - und von vielen Herstellern kopiert. Je nach Ausstattung kostet sie mehrere tausend oder auch mehrere hunderttausend Euro.

(V.Varonivska--DTZ)

Empfohlen

Bundeskabinett beschließt Senkung der Luftverkehrsteuer

Die Bundesregierung hat die Anhebung der Luftverkehrsteuer der Vorgängerregierung wieder rückgängig gemacht. Die von den Fluggesellschaften zu zahlende Abgabe sinkt zum 1. Juli 2026 auf das Niveau von vor Mai 2024, wie das Bundesfinanzministerium am Mittwoch unter Verweis auf einen Kabinettsbeschluss mitteilte. Wirtschaftsverbände begrüßten den Schritt, den Union und SPD im Koalitionsvertrag vereinbart hatten.

Französisches Endlager für Atommüll wird deutlich teurer als erwartet

Das in Frankreich geplante Endlager für radioaktiven Atommüll wird deutlich teurer als geplant. Der Staat schätzt die Gesamtkosten auf rund 33,4 Milliarden Euro, wie aus einem am Mittwoch veröffentlichten Erlass im Amtsblatt hervorgeht. Vor zehn Jahren hatten die Behörden die Kosten auf 25 Milliarden Euro geschätzt.

Frühjahrsgutachten der Wirtschaftsinstitute: Wachstumsprognose mehr als halbiert

Die führenden deutschen Wirtschaftsinstitute haben ihre Konjunkturprognose für 2026 angesichts der durch den Iran-Krieg stark gestiegenen Energiepreise mehr als halbiert. Sie erwarten für das laufende Jahr eine Zunahme der deutschen Wirtschaftsleistung von 0,6 Prozent und für 2027 um 0,9 Prozent, wie am Mittwoch aus dem Frühjahrsgutachten der fünf Institute hervorging. Im Herbst hatten die Ökonomen noch mit einem Wachstum von 1,3 beziehungsweise 1,4 Prozent gerechnet.

Vorläufige Berechnung: 53 Prozent Strom aus Erneuerbaren im ersten Quartal

Strom aus Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen hat im ersten Quartal vorläufigen Zahlen zufolge 53 Prozent des deutschen Stromverbrauchs gedeckt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Anstieg um fast sechs Prozentpunkte, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) am Mittwoch mitteilte. Allerdings liegt der Anstieg auch daran, dass das Vergleichsquartal 2025 sehr windarm ausgefallen war.

Textgröße ändern: