Deutsche Tageszeitung - Protestaktion in Berlin gegen geplante Kündigungen bei Onlinenetzwerk Tiktok

Protestaktion in Berlin gegen geplante Kündigungen bei Onlinenetzwerk Tiktok


Protestaktion in Berlin gegen geplante Kündigungen bei Onlinenetzwerk Tiktok
Protestaktion in Berlin gegen geplante Kündigungen bei Onlinenetzwerk Tiktok / Foto: © AFP

Beschäftigte des Onlinenetzwerks Tiktok in Berlin haben am Donnerstag vor der Zentrale des Unternehmens in der Hauptstadt gegen ihre drohende Entlassung protestiert. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi teilte mit, an der Kundgebung hätten sich 60 Beschäftigte und Unterstützerinnen beteiligt. Tiktok plant demnach, die Moderation von Inhalten künftig durch Künstliche Intelligenz (KI) ausführen zu lassen oder an Drittanbieter auszulagern.

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Die geplanten Kündigungen betreffen laut Verdi rund 150 Beschäftigte der Abteilung Trust and Safety (Vertrauen und Sicherheit), die bislang Inhalte in dem Netzwerk überprüfen, sowie 15 Beschäftigte aus dem Bereich Tiktok-Live. Für die von Entlassung bedrohten Beschäftigten bedeute die Kündigung nicht nur den Verlust des Arbeitsplatzes; in der internationalen Belegschaft könne für einen Teil der Beschäftigten der Verlust des Arbeitsplatzes auch zu einer Gefährdung ihres Aufenthaltsstatus führen, erklärte die Gewerkschaft.

Sie betonte, der Einsatz von KI bei der Moderation von Inhalten berge die Gefahr, dass unangemessene Inhalte nicht ausreichend erkannt werden. Der Betriebsrat habe dem Management den Erhalt der Stellen, die für die Kontrolle politisch und gesellschaftlich relevanter Inhalte zuständig sind, vorgeschlagen. Das Management habe dies abgelehnt. Tiktok äußerte sich auf AFP-Anfrage zunächst nicht. Verdi-Verhandlungsführerin Kathlen Eggerling schloss Streiks nicht aus.

Tiktok hat weltweit 1,5 Milliarden Nutzer, ist besonders beliebt bei jungen Menschen und gehört dem chinesischen Bytedance-Konzern.

(I.Beryonev--DTZ)

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