Deutsche Tageszeitung - Meta-Chef Zuckerberg beendet Verfahren um Cambridge-Analytica-Skandal mit Vergleich

Meta-Chef Zuckerberg beendet Verfahren um Cambridge-Analytica-Skandal mit Vergleich


Meta-Chef Zuckerberg beendet Verfahren um Cambridge-Analytica-Skandal mit Vergleich
Meta-Chef Zuckerberg beendet Verfahren um Cambridge-Analytica-Skandal mit Vergleich / Foto: © AFP/Archiv

Die Chef-Etage des Meta-Konzerns rund um Mark Zuckerberg hat ein Verfahren im Zusammenhang mit dem Cambridge-Analytica-Skandal, in den die Plattform Facebook verwickelt war, mit einem Vergleich beigelegt. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus mit dem Fall vertrauten Kreisen. Nähere Angaben zu den finanziellen Bedingungen lagen zunächst nicht vor.

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Das Gerichtsverfahren hatte am Mittwoch in Wilmington im Bundesstaat Delaware begonnen. Aktionäre von Meta werfen dem Konzern, der damals noch Facebook hieß, vor, 2019 im Zuge einer Einigung mit der US-Regierung zum Skandal um die britische Beratungsfirma Cambridge Analytica zu viel Geld gezahlt zu haben.

Die Beratungsfirma, die mittlerweile nicht mehr existiert, hatte die Daten von rund 87 Millionen Facebook-Nutzern ausgewertet. Unter anderem steht der Verdacht im Raum, dass auf diesem Weg die Präsidentschaftswahl 2016 in den USA und das Brexit-Referendum im selben Jahr in Großbritannien beeinflusst worden sein könnte. 2019 zahlte der Facebook-Konzern in den USA deshalb fünf Milliarden Dollar wegen Verstößen gegen den Datenschutz.

Langjährige Beobachter des Unternehmens hatten gehofft, dass der erneute Prozess die Hintergründe des Skandals aufklären würde. Am Donnerstag und den folgenden Tagen hätten hochrangige Facebook-Manager und namhafte Investoren wie Sheryl Sandberg, Marc Andreessen und Peter Thiel vor Gericht aussagen sollen. Zuckerberg selbst wurde am Montag im Gerichtssaal erwartet.

Diese Auftritte finden durch den erzielten Vergleich nun nicht mehr statt. Der Meta-Chef war durch den Cambridge-Analytica-Skandal in den USA und in Europa massiv unter Druck aus der Politik geraten. Es stand im Raum, dass Russland und andere Akteure Facebook als Waffe einsetzten, um bei wichtigen Wahlen im Westen Chaos zu stiften.

(M.Dorokhin--DTZ)

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