Deutsche Tageszeitung - US-Aufsichtsbehörde gibt grünes Licht für Übernahme von Paramount durch Skydance

US-Aufsichtsbehörde gibt grünes Licht für Übernahme von Paramount durch Skydance


US-Aufsichtsbehörde gibt grünes Licht für Übernahme von Paramount durch Skydance
US-Aufsichtsbehörde gibt grünes Licht für Übernahme von Paramount durch Skydance / Foto: © AFP

Die US-Medienaufsichtsbehörde FCC hat unter äußerst ungewöhnlichen Bedingungen die Übernahme des Medienkonzerns Paramount durch die Produktionsfirma Skydance genehmigt. Die Behörde erhielt nach eigenen Angaben vom Donnerstag (Ortszeit) die Zusage von Skydance, beim zu Paramount gehörenden Sender CBS "Maßnahmen zu ergreifen, um die Voreingenommenheit zu beseitigen, die das Vertrauen (der Öffentlichkeit) in die nationalen Medien untergraben haben". Die Übernahme kostet Skydance 8,4 Milliarden US-Dollar (7,5 Milliarden Euro).

Textgröße ändern:

In ihrer Mitteilung erwähnte die FCC fast ausschließlich Aspekte, die nichts mit der Erhaltung des Wettbewerbs und den Aktivitäten der beiden Unternehmen zu tun haben. Weiter hieß es, Skydance habe zugesagt, Diversitätsprogramme bei Paramount zu streichen.

Um Paramount hatte es zuletzt viel Wirbel gegeben: Anfang des Monats legte der Konzern mit der Zustimmung zur Zahlung von 16 Millionen Dollar einen Rechtsstreit mit US-Präsident Donald Trump um ein Interview mit der damaligen Vizepräsidentin Kamala Harris bei CBS bei. Der heutige Präsident warf CBS vor, eine konfuse Antwort von Harris nachträglich bearbeitet zu haben, um ihren "Wortsalat" zu kaschieren.

Trump hatte den Sender vor seinem Wahlsieg Anfang November verklagt. Rechtsexperten hielten die Klage für haltlos, der Konzern willigte dennoch in die Zahlung ein. Kritiker warfen Paramount daraufhin vor, sich mit der Einigung die Gunst des Präsidenten erkauft zu haben, um eine Genehmigung der Fusion mit Skydance von der FCC zu erhalten.

Der US-Satiriker Stephen Colbert, Moderator der beliebten "Late Show", bezeichnete die Zahlung als "fette Bestechung".

Kurz darauf kündigte CBS an, die "Late Show" im kommenden Jahr einzustellen. Colbert ist einer der schärfsten Kritiker Trumps. CBS bestritt jeglichen politischen Druck zur Einstellung der "Late Show". Es handele sich um "eine rein finanzielle Entscheidung", die "in keiner Weise" mit dem Inhalt der Sendung "oder anderen Angelegenheiten bei Paramount zu tun" habe, erklärte der Sender.

(M.Dorokhin--DTZ)

Empfohlen

"Falsche Schlussfolgerungen": Frei warnt SPD vor Aufschnüren des Rentenpakets

Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) hat Forderungen der SPD nach Änderungen bei den geplanten Reformen zurückgewiesen. Er sei überzeugt, dass die Koalition aus dem Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt "keine falschen Schlussfolgerungen ziehen darf", sagte Frei vor einer Sitzung der Unionsfraktion am Montag in Berlin. "Eine falsche Schlussfolgerung wäre, dass man die vielfachen Reformen, die wir in Angriff genommen haben, nicht mit einem hohen Tempo weiter fortsetzte."

Bas kündigt nach Landtagswahl Konsequenzen an: "Ein 'Weiter so' geht nicht"

SPD-Chefin Bärbel Bas hat nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt inhaltliche Konsequenzen angekündigt. "Ich finde, ein 'Weiter so' geht nicht", sagte Bas am Montag in Berlin. Zwar sei der Reformkurs der Bundesregierung richtig und notwendig, aber "wir dürfen die Sozialreformen nicht gegen die Menschen machen", betonte die Bundesarbeitsministerin.

Raketenabwehr statt Autos: VW verkauft Werk Osnabrück an israelischen Investor

Im Volkswagen-Werk in Osnabrück sollen künftig keine Autos mehr, dafür Luftverteidigungssysteme gebaut werden. Das Land Niedersachsen, der VW-Konzern, der Investor Aurelius Capital aus Tel Aviv und der israelische Rafael-Rüstungskonzern schlossen am Montag eine entsprechende Vereinbarung. VW zieht sich demnach vollständig vom Standort Osnabrück zurück.

UN-Menschenrechtskommissar: KI könnte zur "existenziellen Gefahr für Menschheit" werden

UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk hat eine Regulierung der Künstlichen Intelligenz (KI) dringend angemahnt. Die KI "könnte zu einer existenziellen Gefahr für die Menschheit" werden, sagte Türk am Montag zur Eröffnung der 63. Sitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf. Er rief dazu auf, "verbindliche Garantien für die Sicherheit und den Schutz im Zusammenhang mit KI zu schaffen, bevor es zu spät ist".

Textgröße ändern: