Deutsche Tageszeitung - "Nicht auskömmlich": Verkehrsunternehmen kritisieren Deutschlandticket-Finanzierung

"Nicht auskömmlich": Verkehrsunternehmen kritisieren Deutschlandticket-Finanzierung


"Nicht auskömmlich": Verkehrsunternehmen kritisieren Deutschlandticket-Finanzierung
"Nicht auskömmlich": Verkehrsunternehmen kritisieren Deutschlandticket-Finanzierung / Foto: © AFP/Archiv

Der Verband der Verkehrsunternehmen (VDV) hat den Finanzierungsplan des Bundes für das Deutschlandticket kritisiert. "Für einen dauerhaften Erfolg des Deutschlandtickets bei den Fahrgästen und für die Branche" sei der Plan "unzureichend", erklärte der VDV am Mittwoch. Die für das nächste Jahr vorgesehene Summe für Ausgleichsmaßnahmen von Bund und Ländern sei "offensichtlich nicht mehr auskömmlich".

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Die Bundesregierung sieht im Haushaltsplan für das kommende Jahr 1,5 Milliarden Euro für das Deutschlandticket vor. Im Rahmen einer Vereinbarung mit den Ländern geben diese ebenfalls 1,5 Milliarden Euro dazu. Das entspricht der Summe, welche Bund und Länder bereits in den Jahren 2023 bis 2025 als Ausgleich für Einnahmeausfälle bei den Verkehrsbetrieben zahlten.

Um die Finanzierung des Deutschlandtickets wird seit der Einführung im Mai 2023 immer wieder gestritten. Weder der Bund noch die Länder wollen für Ausgaben aufkommen, die über die drei Milliarden Euro hinausgehen. Laut VDV ergibt sich hier eine "absehbare Finanzierungslücke", die "noch in diesem Jahr" geschlossen werden müsse. Andernfalls müssten Verkehrsunternehmen ihr Angebot reduzieren.

Union und SPD haben in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, das Deutschlandticket fortzuführen. Preiserhöhungen soll es demnach erst ab 2029 geben. Aktuell kostet das Ticket monatlich 58 Euro, die Zahl der Nutzer lag im Januar bei 13,4 Millionen Menschen. Mit der Preisanhebung von 49 auf 58 Euro zum Jahreswechsel war die Zahl der Abos um fast eine Million zurückgegangen.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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