Deutsche Tageszeitung - Deutsches Studierendenwerk kritisiert zu hohe Wohnkosten in mittelgroßen Städten

Deutsches Studierendenwerk kritisiert zu hohe Wohnkosten in mittelgroßen Städten


Deutsches Studierendenwerk kritisiert zu hohe Wohnkosten in mittelgroßen Städten
Deutsches Studierendenwerk kritisiert zu hohe Wohnkosten in mittelgroßen Städten / Foto: © AFP/Archiv

Das Deutsche Studierendenwerk (DSW) hat zu hohe Wohnkosten in mittelgroßen Hochschulstädten kritisiert. Die finanzielle Lage von Studierenden spitze sich durch immer weiter steigende Mietkosten zu, teilte das DSW am Donnerstag auf Basis einer Analyse des Moses Mendelssohn Instituts mit. Demnach zahlen Studierende im Bundesdurchschnitt erstmals über 500 Euro für ihre Unterkunft. Auch mittelgroße Hochschulstädte würden immer teurer.

Textgröße ändern:

Zu Beginn des Wintersemesters 2025/26 habe die durchschnittliche Warmmiete für Studierende 505 Euro im Monat betragen, erklärte das DSW. In 70 von 88 untersuchten Hochschulstädten seien die durchschnittlichen Mietkosten höher als die aktuelle Bafög-Pauschale von 380 Euro im Monat.

"Die Zahlen sind besorgniserregend", erklärte Matthias Anbuhl, Vorstandsvorsitzender des DSW. Mit der Wohnkostenpauschale des Bafög sei in den meisten Hochschulstädten kein Zimmer mehr zu finden.

"Uns droht eine neue soziale Auslese über die Miete", warnte Anbuhl. Die hohen Mieten drohten viele Studierende finanziell zu erdrücken. Er forderte eine schnelle Umsetzung der geplanten Bafög-Novelle und mehr Geld für ein Förderprogramm zur Schaffung von Wohnraum für Studierende.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Iran-Krieg: US-Inflation springt im März auf 3,3 Prozent

Im Iran-Krieg ist die Inflation in den USA sprunghaft gestiegen. Die Verbraucherpreise legten im März um 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Das waren 0,9 Prozentpunkte mehr als im Februar. Hauptgrund sind die durch den Krieg massiv erhöhten Öl- und Gaspreise.

Reiche für Direktzahlung zur Unterstützung von Pendlern in der Spritpreiskrise

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hält direkte Finanzhilfen für Pendlerinnen und Pendler zur Entlastung von den stark gestiegenen Kraftstoffpreisen für möglich. Der frühere Finanzminister Jörg Kukies (SPD) habe es geschafft, einen Direktzahlungsmechanismus über eine App einzurichten, dort seien rund 14 Millionen Kontodaten von Bürgerinnen und Bürgern hinterlegt. "Diesen Mechanismus kann man sehr wohl nutzen, um Pendler, die ganz besonders lange Strecken zu fahren haben, direkt zu entlasten und Geld zuzuweisen", sagte Reiche am Freitag den Sendern RTL und ntv.

"Arbeitsgespräch" bei Klingbeil: "Wertvoller Input" für Koalitionsausschuss

Beim Treffen von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) mit Vertreterinnen und Vertretern von Gewerkschaften und Unternehmensverbänden sind laut einer Ministeriumssprecherin Maßnahmen in der aktuellen Energiepreiskrise erörtert worden. Außerdem ging es um die generelle Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland, wie die Sprecherin am Freitag mitteilte. Über die Inhalte des Gesprächs sei Vertraulichkeit vereinbart worden. Der Finanzminister werde die diskutierten Punkte als "wertvollen Input" mit in die weiteren Gespräche innerhalb der Bundesregierung nehmen.

Stefano Gabbana tritt als Unternehmenschef zurück - behält aber "kreative Rolle"

Führungswechsel beim italienischen Modehaus Dolce & Gabbana: Der 63-jährige Mitgründer Stefano Gabbana ist als Chef des Unternehmens zurückgetreten, behält aber seine "kreative Rolle", wie das Unternehmen Freitag mitteilte. Neuer Präsident des Modehauses wird der bisherige Geschäftsführer Alfonso Dolce, Bruder des Mitgründers Domenico Dolce.

Textgröße ändern: