Deutsche Tageszeitung - Mexiko und Kanada wollen an Handelsabkommen mit USA festhalten

Mexiko und Kanada wollen an Handelsabkommen mit USA festhalten


Mexiko und Kanada wollen an Handelsabkommen mit USA festhalten
Mexiko und Kanada wollen an Handelsabkommen mit USA festhalten / Foto: © AFP

Mexiko und Kanada wollen trotz der Störungen im grenzübeschreitenden Handel wegen der Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump am Freihandelsabkommen mit den USA festhalten. "Ich glaube, dass das USMCA sich durchsetzen wird", sagte Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mit Kanadas Premierminister Mark Carney. Carney sagte, beide Seiten seien dem Abkommen "verpflichtet", da es "dazu beigetragen habe, Nordamerika zum wirtschaftlichen Neidobjekt der Welt zu machen".

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Das während Trumps erster Amtszeit zwischen den USA, Kanada und Mexiko ausgehandelte Abkommen USMCA trat 2020 in Kraft und ersetzte das Nafta-Abkommen aus den 1990ern. Es befreit einen Großteil der gegenseitigen Lieferungen von Waren und Dienstleistungen von Zöllen. Trumps Zollpolitik belastet den grenzüberschreitenden Handel der drei Länder jedoch stark, er verhängte Zölle, die bislang vor allem Waren treffen, die nicht unter das Abkommen fallen.

Das USMCA soll im kommenden Jahr überprüft werden. Die Tatsache, dass Washington bereits daran Überprüfung arbeite, sei "eine gute Sache", sagte Carney. Dies bedeute, dass Entscheidungen über Zölle und lokale Inhalte "in ruhiger, überlegter Weise getroffen werden" könnten. Für die Wirtschaft von Mexiko und Kanadas ist das Abkommen von entscheidender Bedeutung - rund 80 Prozent der mexikanischen Exporte gehen in die USA, bei Kanada sind es 75 Prozent der Exporte.

Kanadas Premier warb für mehr Zusammenarbeit: "Wir ergänzen die Vereinigten Staaten, wir machen sie stärker, wir sind alle zusammen stärker", sagte er und verwies auf die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer im kommenden Jahr, die von den USA, Kanada und Mexiko gemeinsam ausgerichtet wird.

(Y.Leyard--DTZ)

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