Deutsche Tageszeitung - Verbraucherzentrale verklagt Baumarktkette wegen potentiell invasiver Pflanzen

Verbraucherzentrale verklagt Baumarktkette wegen potentiell invasiver Pflanzen


Verbraucherzentrale verklagt Baumarktkette wegen potentiell invasiver Pflanzen
Verbraucherzentrale verklagt Baumarktkette wegen potentiell invasiver Pflanzen / Foto: © AFP/Archiv

Die Verbraucherzentrale Sachsen klagt gegen die Baumarktkette Hornbach wegen irreführender Werbung beim Verkauf potenziell invasiver Pflanzen. Das Unternehmen habe online unter anderem Forsythien - auch Goldglöckchen genannt - und Apfelrosen als Naturschutz- und Vogelschutzhecken verkauft und die Pflanzen als heimisch und ideal für Insekten und Vögel beworben, erklärten die Verbraucherexperten am Montag in Leipzig. Tatsächlich seien drei der angebotenen Pflanzenarten "potenziell invasiv und können die Biodiversität bedrohen".

Textgröße ändern:

Die Verbraucherzentrale klagt gegen den Baumarktriesen daher wegen irreführender Werbung. Es habe keine Transparenz für eine fundierte Kaufentscheidung der Kunden und Kundinnen gegeben. "Das war aus unserer Sicht Greenwashing", erklärte Beate Saupe, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. "Würden die Pflanzen als Ziergewächse verkauft werden, hätten wir kein Problem."

Die aus Ostasien stammende Apfelrose, auch als Hagebutte, Kartoffelrose oder Rosa Rugosa bekannt, verbreitet sich den Verbraucherexperten zufolge schnell, verdrängt heimische Pflanzenarten und trägt so zum Verlust von Biodiversität bei. Auch das Goldglöckchen wird demnach zwar gerne von Insekten angeflogen, liefert tatsächlich aber weder Nektar noch Früchte.

Da die Baumarktkette sich nach Angaben der Verbraucherzentrale weigerte, eine Unterlassungserklärung abzugeben, leitet sie nun ein Klageverfahren ein.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Mindestens fünf Tote bei Unfall von Amazon-Frachtflugzeug an Flughafen Miami

Beim Unfall eines Frachtflugzeugs des Amazon-Konzerns am Flughafen Miami im US-Bundesstaat Florida sind den örtlichen Behörden zufolge mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Fünf weitere Menschen seien verletzt worden, als das Flugzeug bei der Landung in Miami über die Landebahn hinausschoss, erklärte die Bezirksbürgermeisterin von Miami-Dade, Daniella Levine Cava, am Sonntag auf einer Pressekonferenz.

Isar Aerospace: Erfolgreicher Start von Trägerrakete "nur ein erster Schritt"

Der erfolgreiche Flug der Trägerrakete Spectrum in die Erdumlaufbahn war nach den Worten des Chefs des bayerischen Startups Isar Aerospace, Daniel Metzler, nur "ein erster Schritt". "Das Ziel war nicht, nur eine Rakete zu starten, sondern viele Raketen zu starten", sagte Metzler am Sonntag bei einer Online-Pressekonferenz. Ein weiterer Startplatz in Kanada sei bereits im Bau, neben dem norwegischen Weltraumbahnhof Andöya, von dem aus Spectrum am Samstag als erste privat entwickelte Rakete vom europäischen Kontinent aus geflogen war. Das Unternehmen sei darüber hinaus mit mehr als zwei Dutzend Ländern im Gespräch, sagte Metzler weiter.

Wirtschaftsweise: AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt würde Fachkräfte abschrecken 

Sollte die AfD nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt an die Regierung kommen, könnte dies nach den Worten der Chefin der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, dringend benötigte Fachkräfte abschrecken und somit schwere wirtschaftliche Folgen haben. "Angesichts des Wahlprogramms ist zu erwarten, dass bei einer Regierungsübernahme der AfD das Bundesland als Standort für Fachkräfte und Unternehmen deutlich an Attraktivität verlieren würde", sagte Schnitzer dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Sonntag).

Bis September rund 52.500 Anträge für E-Auto-Prämie bewilligt

Mehr als drei Monate nach dem Start der neuen Kaufprämie für E-Autos hat das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) knapp 52.500 Anträge für die staatliche Förderung für ein Elektroauto bewilligt. Bis zum 1.September seien 52.473 Bewilligungen erteilt worden, teilte das Bafa am Samstag mit. Die Höhe der ausgezahlten Fördermittel betrug 230 Millionen Euro.

Textgröße ändern: