Deutsche Tageszeitung - EU-Kommission: Abkommen mit USA schützt EU-Pharmaunternehmen vor neuen Zöllen

EU-Kommission: Abkommen mit USA schützt EU-Pharmaunternehmen vor neuen Zöllen


EU-Kommission: Abkommen mit USA schützt EU-Pharmaunternehmen vor neuen Zöllen
EU-Kommission: Abkommen mit USA schützt EU-Pharmaunternehmen vor neuen Zöllen / Foto: © AFP/Archiv

Das Zollabkommen zwischen den USA und der EU schützt europäische Pharmaunternehmen nach Einschätzung der EU-Kommission vor den neu angekündigten US-Zöllen auf Arzneimittel. In der gemeinsamen Erklärung vom August sei eine "eindeutige und umfassende Obergrenze von 15 Prozent für EU-Exporte" festgehalten, teilte ein Kommissionssprecher der Nachrichtenagentur AFP am Freitag mit. Dies stelle "eine Art Absicherung dar, dass für europäische Wirtschaftsakteure keine höheren Zölle eingeführt werden", erläuterte er.

Textgröße ändern:

US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag neue Zölle auf Importe von Arzneimitteln, Lastwagen und Möbeln angekündigt. Demnach soll ab dem 1. Oktober ein Aufschlag von 100 Prozent auf "alle Marken- oder patentierten Arzneimittel" erhoben werden, es sei denn, "ein Unternehmen baut seine Arzneimittelfabrik in Amerika".

Im Zollabkommen zwischen den USA und der EU hatte Brüssel einen allgemeinen Zollsatz von 15 Prozent für Exporte aus der EU akzeptiert, der seit August für die meisten Produkte gilt. Der Kommissionssprecher verwies am Freitag auf eine Passage in der gemeinsamen Erklärung von USA und EU zu dem Abkommen, der sich auf die Obergrenze von 15 Prozent auch für Arzneimittel bezieht. Die EU und die USA arbeiteten "weiterhin gemeinsam an der Umsetzung" der gegenseitigen Verpflichtungen, erklärte er.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Mindestens fünf Tote bei Unfall von Amazon-Frachtflugzeug an Flughafen Miami

Beim Unfall eines Frachtflugzeugs des Amazon-Konzerns am Flughafen Miami im US-Bundesstaat Florida sind den örtlichen Behörden zufolge mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Fünf weitere Menschen seien verletzt worden, als das Flugzeug bei der Landung in Miami über die Landebahn hinausschoss, erklärte die Bezirksbürgermeisterin von Miami-Dade, Daniella Levine Cava, am Sonntag auf einer Pressekonferenz.

Isar Aerospace: Erfolgreicher Start von Trägerrakete "nur ein erster Schritt"

Der erfolgreiche Flug der Trägerrakete Spectrum in die Erdumlaufbahn war nach den Worten des Chefs des bayerischen Startups Isar Aerospace, Daniel Metzler, nur "ein erster Schritt". "Das Ziel war nicht, nur eine Rakete zu starten, sondern viele Raketen zu starten", sagte Metzler am Sonntag bei einer Online-Pressekonferenz. Ein weiterer Startplatz in Kanada sei bereits im Bau, neben dem norwegischen Weltraumbahnhof Andöya, von dem aus Spectrum am Samstag als erste privat entwickelte Rakete vom europäischen Kontinent aus geflogen war. Das Unternehmen sei darüber hinaus mit mehr als zwei Dutzend Ländern im Gespräch, sagte Metzler weiter.

Wirtschaftsweise: AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt würde Fachkräfte abschrecken 

Sollte die AfD nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt an die Regierung kommen, könnte dies nach den Worten der Chefin der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, dringend benötigte Fachkräfte abschrecken und somit schwere wirtschaftliche Folgen haben. "Angesichts des Wahlprogramms ist zu erwarten, dass bei einer Regierungsübernahme der AfD das Bundesland als Standort für Fachkräfte und Unternehmen deutlich an Attraktivität verlieren würde", sagte Schnitzer dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Sonntag).

Bis September rund 52.500 Anträge für E-Auto-Prämie bewilligt

Mehr als drei Monate nach dem Start der neuen Kaufprämie für E-Autos hat das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) knapp 52.500 Anträge für die staatliche Förderung für ein Elektroauto bewilligt. Bis zum 1.September seien 52.473 Bewilligungen erteilt worden, teilte das Bafa am Samstag mit. Die Höhe der ausgezahlten Fördermittel betrug 230 Millionen Euro.

Textgröße ändern: