Deutsche Tageszeitung - Automarkt: Deutlicher Anstieg der Neuzulassungen in der EU im September

Automarkt: Deutlicher Anstieg der Neuzulassungen in der EU im September


Automarkt: Deutlicher Anstieg der Neuzulassungen in der EU im September
Automarkt: Deutlicher Anstieg der Neuzulassungen in der EU im September / Foto: © AFP/Archiv

Die Zahl der neuzugelassenen Pkw in der EU ist im September den dritten Monat infolge gestiegen. Rund 888.700 Neuwagen bedeuten ein deutliches Plus von rund zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie der europäische Herstellerverband Acea am Dienstag mitteilte. Damit liegt nun auch die Zahl der Neuzulassungen über die ersten neun Monat leicht im Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

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Autos mit Hybridantrieb haben im bisherigen Jahresverlauf mit 34,7 Prozent den größten Marktanteil: 2,8 Millionen verkaufte Hybride entsprechen einem Anstieg um 16,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Hinzu kommen 723.000 verkaufte Plugin-Hybride. Mit einem Plus von 31,1 Prozent gab es hier relativ den stärksten Anstieg.

Getragen wurde die Zunahme der Neuzulassungen vor allem vom Absatz neuer E-Autos. Über die ersten neun Monate gesehen legte dieser um 20 Prozent zu, in Deutschland waren es sogar 38,3 Prozent. E-Autos hatten damit einen Marktanteil von 16,1 Prozent. Der kombinierte Marktanteil von Diesel und Benzinern sank von 46,8 Prozent auf 37 Prozent.

Die Beratungsfirma EY hebt das gute Abschneiden deutscher Autokonzerne hervor. Volkswagen, BMW und Mercedes legten in den ersten neun Monaten um 4,4 Prozent zu - deutlich mehr als die 0,9 Prozent im Durchschnitt. Ihr kombinierter Marktanteil stieg von 38,2 auf 39,5 Prozent.

Constantin Gall von EY sieht den Neuwagenmarkt dennoch weiterhin im "Krisenmodus": "Die Nachfrage nach Neuwagen ist gering, eine positive Trendwende ist nicht in Sicht", erklärte er. "Wir sehen weiterhin eine große Kaufzurückhaltung. Das liegt an den schwierigen Rahmenbedingungen: Schwache Konjunktur, hohe Neuwagenpreise, große politische Unsicherheiten, zunehmende Arbeitsplatzsorgen."

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

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