Deutsche Tageszeitung - 100.000 Robotaxis: Mercedes an Plänen von Uber und Nvidia beteiligt

100.000 Robotaxis: Mercedes an Plänen von Uber und Nvidia beteiligt


100.000 Robotaxis: Mercedes an Plänen von Uber und Nvidia beteiligt
100.000 Robotaxis: Mercedes an Plänen von Uber und Nvidia beteiligt / Foto: © AFP

Der Fahrdienstleister Uber und der Technologiekonzern Nvidia wollen ab dem Jahr 2027 zunächst 100.000 fahrerlose Taxis auf die Straßen bringen. Die beiden US-Unternehmen kündigten dafür am Dienstag eine Partnerschaft mit Mercedes-Benz, dem Opel-Mutterkonzern Stellantis und dem US-Elektroautobauer Lucid an.

Textgröße ändern:

"Zusammen mit Uber schaffen wir einen Rahmen für die gesamte Branche, um autonome Flotten in großem Maßstab einzusetzen", erklärte Nvidia-Chef Jensen Huang. Der Technologiekonzern wolle hierfür die Infrastruktur über Künstliche Intelligenz (KI) bereitstellen. "Was einst Science-Fiction war, wird schnell zur alltäglichen Realität", betonte Huang. Der Börsenkurs von Nvidia legte nach der Mitteilung an der New Yorker Wall Street deutlich zu.

Uber-Chef Dara Khosrowshahi zeigte sich überzeugt: "Autonome Mobilität wird unsere Städte zum Besseren verändern." Wo genau die fahrerlosen Taxis kommen sollen, teilten die Konzerne nicht mit.

Selbstfahrende Taxis werden bisher in einigen Städten in den USA und China eingesetzt, allerdings bisher im kleinen Maßstab. So bietet die Google-Tochter Waymo in San Francisco, Los Angeles und drei weiteren Städten rund 2000 Fahrzeuge an, die Nutzer per App für Fahrten buchen können.

Der Elektroautohersteller Tesla von Tech-Milliardär Elon Musk hat im Juni in Austin im US-Bundesstaat Texas erste Robotaxis auf die Straßen gebracht. Uber will in Zusammenarbeit mit Waymo zudem bis Ende 2026 in einer "großen amerikanischen Stadt" einen Taxidienst ohne Fahrer starten.

In Deutschland sind ab dem kommenden Jahr Robotaxis geplant. Der chinesische Internetriese Baidu hat angekündigt, seine selbstfahrenden Autos über die Fahrdienst-App Lyft anzubieten, so die deutschen Behörden zustimmen.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Isar Aerospace: Erfolgreicher Start von Trägerrakete "nur ein erster Schritt"

Der erfolgreiche Flug der Trägerrakete Spectrum in die Erdumlaufbahn war nach den Worten des Chefs des bayerischen Startups Isar Aerospace, Daniel Metzler, nur "ein erster Schritt". "Das Ziel war nicht, nur eine Rakete zu starten, sondern viele Raketen zu starten", sagte Metzler am Sonntag bei einer Online-Pressekonferenz. Ein weiterer Startplatz in Kanada sei bereits im Bau, neben dem norwegischen Weltraumbahnhof Andöya, von dem aus Spectrum am Samstag als erste privat entwickelte Rakete vom europäischen Kontinent aus geflogen war. Das Unternehmen sei darüber hinaus mit mehr als zwei Dutzend Ländern im Gespräch, sagte Metzler weiter.

Wirtschaftsweise: AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt würde Fachkräfte abschrecken 

Sollte die AfD nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt an die Regierung kommen, könnte dies nach den Worten der Chefin der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, dringend benötigte Fachkräfte abschrecken und somit schwere wirtschaftliche Folgen haben. "Angesichts des Wahlprogramms ist zu erwarten, dass bei einer Regierungsübernahme der AfD das Bundesland als Standort für Fachkräfte und Unternehmen deutlich an Attraktivität verlieren würde", sagte Schnitzer dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Sonntag).

Bis September rund 52.500 Anträge für E-Auto-Prämie bewilligt

Mehr als drei Monate nach dem Start der neuen Kaufprämie für E-Autos hat das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) knapp 52.500 Anträge für die staatliche Förderung für ein Elektroauto bewilligt. Bis zum 1.September seien 52.473 Bewilligungen erteilt worden, teilte das Bafa am Samstag mit. Die Höhe der ausgezahlten Fördermittel betrug 230 Millionen Euro.

Panamakanalbehörde reduziert wegen El Niño Anzahl der täglich erlaubten Schiffe

Wegen des Klimaphänomens El Niño hat am Freitag die Reduzierung des Schiffsverkehrs im Panamakanal begonnen. Die Zahl der Schiffe, welche die Wasserstraße zwischen dem Atlantik und dem Pazifik durchqueren dürfen, wird bis Mitte September schrittweise von 36 auf 32 pro Tag gesenkt, wie die Panamakanalbehörde mitteilte. Als Grund für die Entscheidung nannte die Behörde die niedrigen Wasserstände in den beiden künstlichen Seen, aus denen der Kanal gespeist wird.

Textgröße ändern: