Deutsche Tageszeitung - Nach Vorfall beim ZDF: ARD überprüft Ortskräfte im Gazastreifen

Nach Vorfall beim ZDF: ARD überprüft Ortskräfte im Gazastreifen


Nach Vorfall beim ZDF: ARD überprüft Ortskräfte im Gazastreifen
Nach Vorfall beim ZDF: ARD überprüft Ortskräfte im Gazastreifen / Foto: © AFP/Archiv

Die ARD hat ihre Ortskräfte im Gazastreifen auf mögliche Verbindungen zur radikalislamistischen Hamas überprüft - Hintergrund ist die bekanntgewordene Hamas-Mitgliedschaft eines im Gazastreifen getöteten Technikers einer Produktionsfirma, die mit dem ZDF zusammengearbeitet hatte. Wie ein Sprecher des für die ARD-Nahost-Berichterstattung zuständigen Bayerischen Rundfunks der "Bild"-Zeitung am Donnerstag mitteilte, arbeite der Sender - anders als das ZDF - "nicht mit Produktionsfirmen oder Medienbüros im Gazastreifen zusammen, sondern mit wenigen Einzelpersonen".

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Nach dem Vorfall im Zusammenhang mit dem ZDF habe die ARD ihre Mitarbeiter im Gazastreifen kontaktiert und sich versichern lassen, dass diese keine Verbindungen zur Hamas hätten, erklärte ein Sprecher demnach. "Darüber hinaus wurden frühzeitig weitere Maßnahmen ergriffen, um das sicherzustellen, beispielsweise wurden Social-Media-Profile überprüft und ausgewertet." Die für die ARD tätigen Mitarbeiter im Gazastreifen hätten gegenüber dem Studio des Senders in Tel Aviv "glaubhaft gemacht, dass keine Nähe zu Terrororganisationen besteht. Sie haben dies aktuell jeweils noch einmal versichert."

Das Material, das die ARD ausstrahle, werde "nach strengen journalistischen Kriterien bearbeitet". Dazu gehöre "unter anderem auch der Abgleich mit weiteren Quellen, wie zum Beispiel internationalen Hilfsorganisationen und den israelischen Streitkräften", teilte der Bayerische Rundfunk der "Bild" mit.

Anfang der Woche hatte die bekannt gewordene Hamas-Mitgliedschaft des Technikers im Gazastreifen für Kritik am ZDF gesorgt. Der bei einem israelischen Angriff getötete 37-Jährige war bei der auch im Auftrag des ZDF arbeitenden Produktionsfirma PMP beschäftigt.

Das ZDF hatte bereits am Montag mitgeteilt, die israelische Armee habe auf Bitten des Senders ein Dokument vorgelegt, aus dem die Hamas-Mitgliedschaft des Mannes hervorgehe. Das ZDF betonte, dass es keine Anhaltspunkte dafür gebe, dass weitere Mitarbeiter von PMP Hamas-Mitglieder sein könnten. Die Zusammenarbeit mit PMP sei aber bis auf Weiteres eingestellt worden.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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