Deutsche Tageszeitung - Pilotprojekt: Deutsche Bahn verbaut Schienen aus grünem Stahl

Pilotprojekt: Deutsche Bahn verbaut Schienen aus grünem Stahl


Pilotprojekt: Deutsche Bahn verbaut Schienen aus grünem Stahl
Pilotprojekt: Deutsche Bahn verbaut Schienen aus grünem Stahl / Foto: © AFP/Archiv

Die Deutsche Bahn verbaut erstmals Schienen aus sogenanntem grünem Stahl. Die Infrastruktursparte DB Infrago habe einen Liefervertrag mit dem Hersteller Saarstahl über rund 1000 Tonnen klimafreundlich produzierter Schienen abgeschlossen, erklärten die beiden Unternehmen am Mittwoch. Der Stahl kommt demnach in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland zum Einsatz und reicht für 22 Schienenkilometer.

Textgröße ändern:

Das Metall kommt den Angaben nach aus dem Ascoval-Stahlwerk nördlich von Valenciennes, in Frankreich an der Grenze zu Belgien. Es wird mit der sogenannten Elektrolichtbogenofen-Technologie aus Altschienen und Schrott hergestellt. Dabei fällt 70 Prozent weniger CO2 an als beim traditionellen Verfahren mit Kohlehochöfen. Zur Preisdifferenz zu Schienen aus klassischer Herstellung machten die Unternehmen keine Angabe.

Die Deutsche Bahn betonte, dass die Schiene schon heute der klimafreundlichste motorisierte Verkehrsträger sei. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette fallen die Emissionen beim Bau umso stäker ins Gewicht, weshalb die DB auf emissionsreduzierte Baustoffe setze und den Einsatz von grünem Stahl und grünem Beton erprobe.

Das deutsche Unternehmen Saarstahl hatte 2021 zwei von der Schließung bedrohte Werke in Ostfrankreich übernommen, neben dem Ascoval-Werk eine Fabrik in Hayange südlich von Luxemburg. Jährlich sollen dort 170.000 Tonnen Schienen mit reduzierten Emissionen hergestellt werden. Ein wichtiger Abnehmer ist die französische Bahn, die im Januar Stahl für eine Milliarde Euro orderte.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Bundesgerichtshof: Wohnungseigentümer dürfen Klimaanlage auf Balkon einbauen

Wohnungseigentümer dürfen grundsätzlich von der Eigentümergemeinschaft verlangen, dass ihnen der Einbau eines Klima-Splitgeräts mit Außengerät auf dem Balkon erlaubt wird. Voraussetzung dafür ist, dass die Rechte der anderen Eigentümer nicht übermäßig beeinträchtigt werden, wie der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Freitag entschied. Dass die Klimaanlage später Geräusche macht, spielt für die Erlaubnis keine Rolle. (Az. V ZR 162/25)

Starkes Plus im Wohnungsbau: 24,7 Prozent mehr Baugenehmigungen im Mai

Die Zahl der Baugenehmigungen ist im Mai stark angestiegen. Es wurden 4200 Wohnungen mehr genehmigt als im Vorjahresmonat, was einem Plus von 24,7 Prozent entspricht, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Insgesamt wurden 21.000 Wohnungen genehmigt, 17.800 davon im Neubau. Für die Zeit von Januar bis Mai verzeichnete das Bundesamt bei den Baugenehmigungen ein Plus von 15,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Chinas Präsident Xi ruft zu Kooperation zwischen Staaten bei KI-Technologie auf

Chinas Präsident Xi Jinping hat zu mehr Kooperation zwischen Staaten im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) aufgerufen. "Die Entwicklung von KI sollte keine Solo-Leistung eines einzelnen Landes sein, sondern eine Symphonie internationaler Zusammenarbeit", sagte Xi am Freitag bei einer Rede zur Eröffnung der Weltkonferenz für Künstliche Intelligenz im chinesischen Shanghai. Der chinesische Staatschef forderte außerdem, KI müsse immer "unter menschlicher Kontrolle" bleiben.

Bundesgerichtshof entscheidet über Anspruch von Eigentümern auf Klimaanlage

Der Wunsch nach einer Klimaanlage beschäftigt am Freitag (09.00 Uhr) den Bundesgerichtshof. Wohnungseigentümer aus Berlin wollten auf ihrem Balkon eine Split-Klimaanlage einbauen lassen, die Eigentümergemeinschaft stimmte aber mehrheitlich dagegen. Nun entscheiden die Richterinnen und Richter in Karlsruhe, ob Wohnungseigentümer Anspruch auf eine Klimaanlage haben können. (Az. V ZR 162/25)

Textgröße ändern: