Deutsche Tageszeitung - Mobbing und Cybermobbing bei jüngeren Menschen laut Studie weit verbreitet

Mobbing und Cybermobbing bei jüngeren Menschen laut Studie weit verbreitet


Mobbing und Cybermobbing bei jüngeren Menschen laut Studie weit verbreitet
Mobbing und Cybermobbing bei jüngeren Menschen laut Studie weit verbreitet / Foto: © AFP/Archiv

In Deutschland sind 37 Prozent der Menschen einer Studie zufolge schon einmal Opfer von Mobbingattacken geworden. Besonders für Frauen und für jüngere Menschen ist die Gefahr durch Mobbing oder Cybermobbing hoch, hier liegt die Wahrscheinlichkeit einer Mobbingattacke 1,3-mal höher als bei Männern, wie die am Freitag vom Bündnis gegen Cybermobbing vorgelegte repräsentative Befragung unter 18- bis 65-Jährigen ergab.

Textgröße ändern:

Gegenüber der Vorgängerbefragung aus dem Jahr 2021 nahm Cybermobbing demnach nennenswert zu, nach damals 11,5 Prozent erhöhte sich der Anteil der davon Betroffenen auf nun 14 Prozent. Als besonders alarmierend stufte das Bündnis die Zahlen bei den jüngeren Menschen zwischen 18 und 24 Jahren ein. 45 Prozent der Altersgruppe gaben an, Mobbing erlebt zu haben, 25 Prozent Cybermobbing.

43 Prozent der Vorfälle fanden der Studie zufolge am Arbeitsplatz der Betroffenen statt. Vorgesetzte würden in mehr als der Hälfte der Fälle als Täter oder zumindest Mittäter eingestuft. Neid und eine auffällige Erscheinung seien die häufigsten Ursachen für Mobbing, hieß es.

Das Bündnis gegen Cybermobbing befragte vom 29. Juli bis 8. August online 2023 Menschen im Alter von 18 bis 30 Jahren.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Wirtschaftsweise: AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt würde Fachkräfte abschrecken 

Sollte die AfD nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt an die Regierung kommen, könnte dies nach den Worten der Chefin der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, dringend benötigte Fachkräfte abschrecken und somit schwere wirtschaftliche Folgen haben. "Angesichts des Wahlprogramms ist zu erwarten, dass bei einer Regierungsübernahme der AfD das Bundesland als Standort für Fachkräfte und Unternehmen deutlich an Attraktivität verlieren würde", sagte Schnitzer dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Sonntag).

Bis September rund 52.500 Anträge für E-Auto-Prämie bewilligt

Mehr als drei Monate nach dem Start der neuen Kaufprämie für E-Autos hat das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) knapp 52.500 Anträge für die staatliche Förderung für ein Elektroauto bewilligt. Bis zum 1.September seien 52.473 Bewilligungen erteilt worden, teilte das Bafa am Samstag mit. Die Höhe der ausgezahlten Fördermittel betrug 230 Millionen Euro.

Panamakanalbehörde reduziert wegen El Niño Anzahl der täglich erlaubten Schiffe

Wegen des Klimaphänomens El Niño hat am Freitag die Reduzierung des Schiffsverkehrs im Panamakanal begonnen. Die Zahl der Schiffe, welche die Wasserstraße zwischen dem Atlantik und dem Pazifik durchqueren dürfen, wird bis Mitte September schrittweise von 36 auf 32 pro Tag gesenkt, wie die Panamakanalbehörde mitteilte. Als Grund für die Entscheidung nannte die Behörde die niedrigen Wasserstände in den beiden künstlichen Seen, aus denen der Kanal gespeist wird.

Forscher: Tausende OpenAI-KI-Agenten kapern deutsche Website

Tausende autonome KI-Agenten des US-Technologieunternehmens OpenAI haben einer am Freitag veröffentlichten Untersuchung zufolge eigenmächtig eine deutsche Programmierer-Website gekapert. Auf der frei bearbeitbaren Plattform DSEwiki hinterließen sie demnach rund 18.000 Beiträge, in denen sie Antworten auf Testfragen und Tipps zum Umgehen digitaler Sicherheitsbarrieren austauschten.

Textgröße ändern: