Deutsche Tageszeitung - Mehr E-Autos als Diesel auf Norwegens Straßen

Mehr E-Autos als Diesel auf Norwegens Straßen


Mehr E-Autos als Diesel auf Norwegens Straßen
Mehr E-Autos als Diesel auf Norwegens Straßen / Foto: © AFP

In Norwegen hat sich das E-Auto nun auch im Bestand als wichtigste Antriebskategorie für Pkw durchgesetzt. Mittlerweile fahren auf den Straßen des Landes mehr Stromer als Dieselautos, wie der norwegische E-Auto-Verband am Donnerstag mitteilte. Seit Mitte September 2024 gibt es bereits mehr E-Autos als Benziner. Bei Neuwagen liegen E-Autos in Norwegen schon lange vorne, seit einigen Monaten werden praktisch nur noch E-Autos neu zugelassen.

Textgröße ändern:

In dem skandinavischen Land wird nun seit einiger Zeit um die schrittweise Rücknahme der Begünstigungen für E-Autos gerungen. In der Nacht zum Mittwoch hatte sich die norwegische Minderheitsregierung in langen Verhandlungen mit verbündeten Parteien auf einen Zeitplan für die Abschaffung der Mehrwertsteuerbefreiung für E-Autos geeinigt.

Das Finanzministerium hatte vorgeschlagen, die Befreiung bis 2027 abzuschaffen. Im kommenden Jahr soll die Schwelle, ab der die Mehrwertsteuer in Höhe von 25 Prozent fällig wird und die aktuell bei einem Kaufpreis von 500.000 Kronen (42.500 Euro) liegt, auf 300.000 Kronen sinken. Die Einigung sieht nun eine weitere Zwischenetappe vor: 2027 sinkt die Schwelle auf 150.000 Kronen, bevor die Befreiung dann 2028 ganz wegfällt.

Laut dem norwegischen E-Auto-Verband sind derzeit 918.000 Elektroautos auf norwegischen Straßen unterwegs. "Der Absatz von Elektroautos ist in den vergangenen Wochen stark gestiegen", erklärte er. Viele Verbraucher kaufen offenbar noch schnell ein Auto, bevor die Schwelle für die Mehrwertsteuerbefreiung im Januar erstmals sinkt.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Vaterglück von Spahn: Keine Änderung der Rechtslage bei Leihmutterschaft geplant

Nach Berichten über das neue Vaterglück von Unions-Fraktionschef Jens Spahn (CDU) mit Hilfe einer Leihmutterschaft hat das Bundesfamilienministerium klargestellt, dass dieses Verfahren in Deutschland verboten bleibt. "Der Koalitionsvertrag sieht keine Änderung der aktuellen Rechtslage vor", sagte ein Sprecher des Ministeriums am Donnerstag den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Grundsätzlich bestehe ein Verbot der Leihmuttervermittlung. Aus der Union kam derweil eine Rücktrittsforderung an Spahn.

Äußerungen von Merz zu Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss sorgen für Kritik

Die Aussagen von Kanzler Friedrich Merz (CDU) zu den geplanten Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss sind auf scharfe Kritik gestoßen. Die jüngsten Äußerungen von Merz und Familienministerin Karin Prien (CDU) zeigten, "dass sie die Lebenssituation von Alleinerziehenden und ihren Kindern nicht verstanden haben", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) dem "Spiegel". Viele Alleinerziehende arbeiteten und seien trotzdem auf den Unterhaltsvorschuss angewiesen.

Landgericht Bonn verhängt Bewährungsstrafe für Hilfe bei versuchten Cum-Ex-Geschäften

Wegen Hilfe beim Versuch von sogenannten Cum-Ex-Geschäften ist ein früherer Bankmitarbeiter in Bonn zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht in der nordrhein-westfälischen Stadt sprach den 49-Jährigen am Donnerstag nach Angaben eines Sprechers der Beihilfe zur versuchten Steuerhinterziehung schuldig. 150.000 Euro, die der Angeklagte als Bonus erhielt, werden eingezogen.

Deutsche Chemieindustrie steckt weiter in der Krise - hofft aber auf Reformkurs

Rückgänge bei Umsatz, Produktion und Investitionen: Die kriselnde chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland kämpft auch 2026 mit sinkenden Zahlen. Das erste Halbjahr sei "enttäuschend“ verlaufen, erklärte der Präsident des Branchenverbands VCI, Markus Steilemann, am Donnerstag, Dennoch sieht der Verband "weiterhin großes Potenzial für den Industriestandort Deutschland" - ein "erster Schritt" ist demnach das jüngste Reformpaket der Bundesregierung.

Textgröße ändern: