Deutsche Tageszeitung - EU-Einigung auf Unterstützung für Winzer und Kennzeichnung für alkoholfreie Weine

EU-Einigung auf Unterstützung für Winzer und Kennzeichnung für alkoholfreie Weine


EU-Einigung auf Unterstützung für Winzer und Kennzeichnung für alkoholfreie Weine
EU-Einigung auf Unterstützung für Winzer und Kennzeichnung für alkoholfreie Weine / Foto: © AFP

Das EU-Parlament und die Mitgliedstaaten haben sich auf neue Kennzeichnungen für alkoholfreie und alkoholreduzierte Weine geeinigt. Wein mit weniger als 0,05 Prozent Alkohol darf künftig EU-weit als "alkoholfrei" und mit dem Zusatz "0,0 Prozent" vermarktet werden, wie das Parlament am Donnerstag mitteilte. Wein mit deutlich reduziertem Alkoholgehalt, aber mehr als 0,5 Prozent, darf demnach als "alkoholreduziert" bezeichnet werden.

Textgröße ändern:

Die Unterhändler von Parlament und Mitgliedstaaten einigten sich den Angaben nach auf ein Unterstützungspaket für Winzerinnen und Winzer. So werden künftig mehr Rodungen auf Weinbergen zugelassen, um Überproduktion in dem Sektor zu begrenzen. Die Mitgliedstaaten können ihre Betriebe dafür finanziell unterstützen, auch EU-Mittel stehen dafür bereit.

"Wir bieten auch höhere Kofinanzierungssätze für Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel", erklärte die spanische EU-Abgeordnete Esther Herranz García. Demnach will die EU außerdem den Weintourismus ankurbeln und damit die Wirtschaft in ländlichen Gegenden anschieben.

60 Prozent des Weins weltweit kommen aus der EU. Angesichts eines Rückgangs der Nachfrage haben viele Betriebe aber zu kämpfen. Winzer fürchten zudem die Auswirkungen der Zollpolitik des US-Präsidenten Donald Trump.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Vaterglück von Spahn: Keine Änderung der Rechtslage bei Leihmutterschaft geplant

Nach Berichten über das neue Vaterglück von Unions-Fraktionschef Jens Spahn (CDU) mit Hilfe einer Leihmutterschaft hat das Bundesfamilienministerium klargestellt, dass dieses Verfahren in Deutschland verboten bleibt. "Der Koalitionsvertrag sieht keine Änderung der aktuellen Rechtslage vor", sagte ein Sprecher des Ministeriums am Donnerstag den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Grundsätzlich bestehe ein Verbot der Leihmuttervermittlung. Aus der Union kam derweil eine Rücktrittsforderung an Spahn.

Äußerungen von Merz zu Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss sorgen für Kritik

Die Aussagen von Kanzler Friedrich Merz (CDU) zu den geplanten Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss sind auf scharfe Kritik gestoßen. Die jüngsten Äußerungen von Merz und Familienministerin Karin Prien (CDU) zeigten, "dass sie die Lebenssituation von Alleinerziehenden und ihren Kindern nicht verstanden haben", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) dem "Spiegel". Viele Alleinerziehende arbeiteten und seien trotzdem auf den Unterhaltsvorschuss angewiesen.

Landgericht Bonn verhängt Bewährungsstrafe für Hilfe bei versuchten Cum-Ex-Geschäften

Wegen Hilfe beim Versuch von sogenannten Cum-Ex-Geschäften ist ein früherer Bankmitarbeiter in Bonn zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht in der nordrhein-westfälischen Stadt sprach den 49-Jährigen am Donnerstag nach Angaben eines Sprechers der Beihilfe zur versuchten Steuerhinterziehung schuldig. 150.000 Euro, die der Angeklagte als Bonus erhielt, werden eingezogen.

Deutsche Chemieindustrie steckt weiter in der Krise - hofft aber auf Reformkurs

Rückgänge bei Umsatz, Produktion und Investitionen: Die kriselnde chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland kämpft auch 2026 mit sinkenden Zahlen. Das erste Halbjahr sei "enttäuschend“ verlaufen, erklärte der Präsident des Branchenverbands VCI, Markus Steilemann, am Donnerstag, Dennoch sieht der Verband "weiterhin großes Potenzial für den Industriestandort Deutschland" - ein "erster Schritt" ist demnach das jüngste Reformpaket der Bundesregierung.

Textgröße ändern: