Deutsche Tageszeitung - Trump nennt sich "Genie": US-Wirtschaft wächst offiziell um 4,3 Prozent im dritten Quartal

Trump nennt sich "Genie": US-Wirtschaft wächst offiziell um 4,3 Prozent im dritten Quartal


Trump nennt sich "Genie": US-Wirtschaft wächst offiziell um 4,3 Prozent im dritten Quartal
Trump nennt sich "Genie": US-Wirtschaft wächst offiziell um 4,3 Prozent im dritten Quartal / Foto: © AFP

Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hat überraschend gute Wachstumszahlen für das dritte Quartal veröffentlicht. Zwischen Juli und September sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf das Jahr hochgerechnet um 4,3 Prozent gewachsen, teilte das Handelsministerium am Dienstag mit. Das waren 1,1 Prozentpunkte mehr als von Ökonomen erwartet. Trump schrieb, die Experten hätten wieder einmal falsch gelegen, während "Trump und andere Genies Recht hatten".

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"Das goldene Zeitalter der Trump-Wirtschaft fährt mit Volldampf voraus", schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Er führte das stärkste Quartalswachstum in rund zwei Jahren auf gute Regierungsführung und seine Zollpolitik zurück. Die von Trump verhängten hohen Zölle gegen zahlreiche Handelspartner hatten zu geringeren Importen geführt, was das Wachstum begünstigt.

Nüchterner äußerte sich das Amt für Wirtschaftsanalysen (BEA) im Handelsministerium, das die erste BIP-Schätzung für das dritte Quartal veröffentlichte. Grund für das hohe Wachstum seien "Zuwächse bei den Konsumausgaben, den Exporten und den Staatsausgaben, die teilweise durch einen Rückgang der Investitionen ausgeglichen wurden", erklärte das BEA.

Trump behauptete dagegen, die US-Investitionen erreichten "Rekordwerte". Damit spielte er womöglich auf Milliardeninvestitionen von Tech-Konzernen in Künstliche Intelligenz (KI) an, die an der Wall Street für eine Börsenrallye gesorgt hatten. Einige Marktteilnehmer warnen allerdings, dass die KI-Blase platzen könnte.

Die Behördenangaben deuten zudem auf eine deutlich höhere Inflation hin als von den Märkten erwartet. Dem Bericht zufolge stieg der Preisindex für Käufe im Inland im dritten Quartal um 3,4 Prozent, nach nur 2,0 Prozent im zweiten Quartal. Trump behauptete dagegen erneut, es gebe "keine Inflation" in den USA.

Die Veröffentlichung der Zahlen hatte sich um rund zwei Monate verzögert, Grund war die historisch lange Haushaltssperre im Oktober und November, der sogenannte Shutdown. Im zweiten Quartal war das BIP nach offiziellen Angaben noch um 3,8 Prozent gewachsen, nach einem Rückgang um 0,6 Prozent im ersten Quartal.

(M.Travkina--DTZ)

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