Deutsche Tageszeitung - Bahn und GDL beginnen Tarifverhandlungen - Bis Ende Februar kein Streik

Bahn und GDL beginnen Tarifverhandlungen - Bis Ende Februar kein Streik


Bahn und GDL beginnen  Tarifverhandlungen - Bis Ende Februar kein Streik

Im Berliner Hauptbahnhof haben am Donnerstag Vormittag die Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Bahn (DB) und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) begonnen. Beide Parteien hatten bereits im Vorfeld eine zweimonatige Verhandlungsphase mit Friedenspflicht vereinbart - Fahrgäste der Bahn müssen also bis Ende Februar keine Streiks fürchten. Insgesamt 14 Verhandlungstermine sind bis dahin bereits fest vereinbart.

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Die GDL fordert insgesamt acht Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten - im Einzelnen 3,8 Prozent mehr Lohn, eine Erhöhung der Zulagen um acht Prozent, die Einführung einer weiteren Lohngruppe sowie höhere Vergütungen für Ausbilder und Prüfer. Dazu kommt etwa die Forderung nach einer Fahrtkostenentschädigung und einer Erhöhung des Mietkostenzuschusses.

Es ist die erste Tarifrunde ohne den ehemaligen GDL-Chef Claus Weselsky. Verhandlungsführer der Lokführergewerkschaft ist ihr neuer Chef Mario Reiß. Er hatte im Dezember betont, die Arbeit im Bahnbetrieb müsse wieder "spürbar an Attraktivität gewinnen". Die Tarifverhandlungen müssten "den Rahmen dafür setzen, dass Bahnberufe wieder als verlässliche Lebensperspektive wahrgenommen werden". Ein Berufsleben bei der DB müsse "Planungssicherheit, Anerkennung und eine auskömmliche Perspektive bis ins Alter" ermöglichen.

DB-Personalvorstand Martin Seiler sagte am Donnerstag vor Beginn der Gespräche: "Wir gehen mit ausgestreckter Hand an den Verhandlungstisch." Insgesamt gehe es darum, "eine bessere Bahn zu gestalten".

Die Tarifverträge der GDL gelten für rund fünf Prozent der Belegschaft der Bahn, also für etwa 10.000 Beschäftigte. Die anderen Beschäftigten vertritt die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG).

(W.Uljanov--DTZ)

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