Deutsche Tageszeitung - Dienstleistungen treiben Anstieg der Verbraucherpreise weiterhin an

Dienstleistungen treiben Anstieg der Verbraucherpreise weiterhin an


Dienstleistungen treiben Anstieg der Verbraucherpreise weiterhin an
Dienstleistungen treiben Anstieg der Verbraucherpreise weiterhin an / Foto: © AFP

Dienstleistungen wie die Autoreparatur und der Restaurantbesuch haben im vergangenen Jahr erneut besonders für den Anstieg der Verbraucherpreise gesorgt. Die Inflationsrate lag 2025 bei 2,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte und damit eine erste Schätzung bestätigte. "Die Entwicklung der Verbraucherpreise hat sich damit stabilisiert", erklärte die Präsidentin der Behörde, Ruth Brand.

Textgröße ändern:

Dämpfend wirkte sich den Angaben nach besonders der Preisrückgang von 2,4 Prozent bei der Energie aus - aber auch die Lebensmittel, deren Preise nur um 2,2 Prozent stiegen.

Die sogenannte Kerninflation - also die Preisentwicklung ohne die schwankungsanfälligen Nahrungsmittel und Energie - lag der Behörde zufolge im vergangenen Jahr bei 2,8 Prozent. "Im Vergleich zu den beiden Vorjahren hat sich dieser Wert 2025 somit abgeschwächt, lag aber weiterhin über der Gesamtteuerung", erklärte das Bundesamt.

Zum Jahresende verlangsamte sich der Anstieg der Verbraucherpreise der Behörde zufolge. Die Inflationsrate lag im Dezember im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 1,8 Prozent. In den Vormonaten hatte der Wert jeweils höher gelegen - im Oktober sowie im November lag die Inflationsrate noch bei jeweils 2,3 Prozent.

Auch im Dezember waren es die günstigeren Energiepreise, die die Teuerung abmilderten. Haushaltsenergie und Kraftstoffe verbilligten sich im Dezember gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,3 Prozent, wie das Bundesamt weiter mitteilte. Die Preise für leichtes Heizöl sanken um 3,6 Prozent, die Strompreise wurden 1,8 Prozent günstiger. Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe hingegen verteuerten sich um 7,4 Prozent.

Die Lebensmittelpreise stiegen nur um 0,8 Prozent. Deutlich teurer hingegen waren Dienstleistungen mit 3,5 Prozent.

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

Energiekrise in Kuba: Regierung verkündet Vier-Tage-Woche und weitere Notfallmaßnahmen

Wegen der durch die US-Sanktionen verschärften Energiekrise in Kuba hat die Regierung in Havanna drastische Notfallmaßnahmen angekündigt. Wie Vizeregierungschef Oscar Pérez-Oliva Fraga am Freitag (Ortszeit) im Staatsfernsehen sagte, wird in staatlichen Unternehmen die Vier-Tage-Woche eingeführt. Zudem würden der Benzinverkauf und der Bus- und Zugverkehr eingeschränkt. Durch die ab Montag geltenden Vorgaben solle Kraftstoff eingespart werden, um "die Lebensfähigkeit unseres Landes und die Grundversorgung zu gewährleisten".

Studie: Krisen seit 2020 kosten Deutschland fast eine Billion Euro

Die Krisen der vergangenen Jahre haben Deutschland einer Studie zufolge in den vergangenen Jahren fast eine Billion Euro gekostet - also knapp tausend Milliarden Euro. Für eine am Samstag veröffentlichte Untersuchung berechnete das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) den Ausfall an Wirtschaftsleistungen seit 2020, der durch das Zusammenspiel von mehreren krisenhaften Entwicklungen entstanden ist: die Corona-Pandemie, den russischen Angriff auf die Ukraine und die konfrontative Politik der USA unter Präsident Donald Trump.

Trump hebt Strafzölle gegen Indien auf - Modi lobt Einigung

Wenige Tage nach dem Abschluss eines Handelsabkommens mit Indien hat US-Präsident Donald Trump die von ihm verhängten Strafzölle in Höhe von 25 Prozent gegen das Land wieder aufgehoben. In dem am Freitag (Ortszeit) von Trump unterzeichneten Dekret heißt es, Indien habe "sich verpflichtet, den direkten oder indirekten Import von Öl aus Russland einzustellen". Indiens Premierminister Narendra Modi pries die Einigung am Samstag als "großartige Neuigkeit".

Energiekrise auf Kuba: Regierung verkündet Vier-Tage-Woche und weitere Sparmaßnahmen

In Reaktion auf die durch US-Sanktionen verschärfte Energiekrise auf Kuba hat die Regierung in Havanna Notfallmaßnahmen angekündigt, darunter die Einführung einer Vier-Tage-Woche. Zu den Sparmaßnahmen zähle eine auf vier Tage verkürzte Arbeitswoche in staatlichen Unternehmen, Beschränkungen für den Kraftstoffverkauf und reduzierte Bus- und Zugverbindungen, erklärte Vizeregierungschef Oscar Pérez-Oliva Fraga am Freitag (Ortszeit) im Staatsfernsehen. Durch die Vorgaben solle Kraftstoff eingespart werden, um "die Lebensfähigkeit unseres Landes und die Grundversorgung zu gewährleisten".

Textgröße ändern: