Deutsche Tageszeitung - Rutte ruft zu "umsichtiger Diplomatie" im Grönland-Konflikt auf

Rutte ruft zu "umsichtiger Diplomatie" im Grönland-Konflikt auf


Rutte ruft zu "umsichtiger Diplomatie" im Grönland-Konflikt auf
Rutte ruft zu "umsichtiger Diplomatie" im Grönland-Konflikt auf / Foto: © AFP

Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat im Grönland-Konflikt zwischen den USA und Europa zu "umsichtiger Diplomatie" aufgerufen. "Der einzige Weg, damit umzugehen, ist am Ende eine umsichtige Diplomatie", sagte Rutte am Mittwoch bei einer Podiumsdiskussion auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Für einen Nato-Generalsekretär sei es "unmöglich", sich öffentlich zu Spannungen zwischen Mitgliedstaaten zu äußern, fügte Rutte hinzu.

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"Sie können sicher sein, dass ich hinter den Kulissen an dieser Angelegenheit arbeite", sagte Rutte weiter. Nur so könne er dabei helfen, die Situation zu entschärfen.

US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende erneut gefordert, die USA müssten aus Gründen der nationalen Sicherheit die Kontrolle über das zum Nato-Partner Dänemark gehörende Grönland übernehmen. Er drohte neue Zölle für acht europäische Länder an, weil diese sich weigerten, seinen Forderungen nachzukommen, darunter auch Deutschland.

Rutte gab Trump recht darin, dass die Arktis gegen chinesische und russische Aktivitäten verteidigt werden müsse. Das sähen andere Nato-Länder genauso. "Wir müssen dort mehr tun", sagte der Nato-Generalsekretär. "Daran arbeiten wir und stellen sicher, dass wir gemeinschaftlich die Arktisregion verteidigen werden."

Gleichzeitig warnte der Niederländer, Europa brauche die Nato als Eckpfeiler seiner Verteidigung. Die USA seien "bei weitem die mächtigste Nation der Welt". Eine Nato sei ohne die USA nicht vorstellbar.

(B.Izyumov--DTZ)

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