Deutsche Tageszeitung - Nordsee-Staaten wollen Offshore-Windenergie gemeinsam ausbauen

Nordsee-Staaten wollen Offshore-Windenergie gemeinsam ausbauen


Nordsee-Staaten wollen Offshore-Windenergie gemeinsam ausbauen
Nordsee-Staaten wollen Offshore-Windenergie gemeinsam ausbauen / Foto: © Pool/AFP

Beim Nordseegipfel in Hamburg haben sich die Nordsee-Anrainerstaaten auf den grenzüberschreitenden Ausbau von Offshore-Windkraft verständigt. "Konkret haben sich die Nordsee-Staaten darauf geeinigt, bis zu 100 GW Erzeugungsleistung grenzüberschreitend zu vernetzen", erklärte das Bundeswirtschaftsministerium am Montag. Demnach unterzeichneten Nordsee-Staaten, Offshore-Windindustrie und Übertragungsnetzbetreiber zudem einen Investitionspakt, um den Nordseeraum zum "weltweit größten Hub für saubere Energie" zu machen.

Textgröße ändern:

Die beteiligten Staaten strebten darin die "Sicherstellung einer stabilen Pipeline von Offshore-Wind-Ausschreibungen über das Jahr 2030 hinaus an", wie das Ministerium weiter mitteilte. Im Gegenzug verpflichte sich die Branche dazu, "die Stromgestehungskosten bis 2040 um 30 Prozent zu reduzieren". Als Stromgestehungskosten werden die Gesamtkosten der Stromerzeugung über die volle Lebensdauer einer Anlage bezeichnet.

Die Windenergie- und Netzindustrie verpflichtet sich nach Ministeriumsangaben überdies dazu, "in Europa bis 2030 9,5 Milliarden Euro in neue Produktionskapazitäten zu investieren und 91.000 zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen", hieß es.

"Mit dem konsequenten Ausbau und der intelligenten Vernetzung von Offshore-Energie schaffen wir bezahlbare, saubere und sichere Energie, reduzieren strategische Abhängigkeiten und erhöhen die Resilienz Europas insgesamt", erklärte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). "Der heute unterzeichnete Investitionspakt stabilisiert die Rahmenbedingungen und sichert lokale Wertschöpfung und hochwertige Industriearbeitsplätze."

Bei dem Nordseegipfel in Hamburg, zu dem Staats- und Regierungschefs sowie Energieminister der Nordsee-Anrainerstaaten sowie Vertreter von EU und Nato zusammenkommen, geht es auch um die Sicherheit im Nordseeraum. Um 12.30 Uhr will Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die Staats- und Regierungschefs am Hamburger Hafen offiziell begrüßen.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Betrieb am Berliner Flughafen BER wegen Eisregen "im Prinzip eingestellt"

Der Betrieb am Berliner Flughafen BER ist am Donnerstagabend wegen des eisigen Winterwetters weitgehend zum Erliegen gekommen. Seit 19.30 Uhr seien keine Flüge mehr gestartet oder gelandet, sagte eine Flughafensprecherin der Nachrichtenagentur AFP. "Der Flughafenbetrieb ist im Prinzip eingestellt, es ist spiegelglatt", sagte sie.

Danone weitet Rückruf von Babynahrung wegen möglicher Verunreinigung mit Giftstoff aus

Der Lebensmittelriese Danone hat den Rückruf von Babynahrung in Deutschland wegen möglicher Verunreinigung mit dem Giftstoff Cereulid deutlich ausgeweitet. Danone rief am Donnerstag mehr als 120 Produktionschargen der Marken Aptamil und Milumil in Deutschland und Österreich zurück. Dies geschehe "vor dem Hintergrund der aktualisierten Empfehlungen zum Cereulid-Schwellenwert", erklärte das Unternehmen.

Milliardär Musk bekennt: Geld macht nicht glücklich

Der US-Tech-Milliardär und reichste Mann der Welt, Elon Musk, hat mit einem ungewöhnlichen Bekenntnis Millionen von Online-Klicks erzielt: "Wer auch immer gesagt hat 'Geld kann kein Glück kaufen', wusste wirklich, wovon er sprach", schrieb Musk auf seiner Internetplattform X an seine knapp 234 Millionen Follower. Er kommentierte dies mit einem traurigen Emoji.

Tod eines Zugbegleiters: Debatte über Konsequenzen

Nach dem gewaltsamen Tod eines Zugbegleiters bei einer Fahrkartenkontrolle in Rheinland-Pfalz ist eine Debatte über die Konsequenzen aus dem Fall voll entbrannt. Vertreter von Gewerkschaften und Bahnbetriebsrat forderten eine Doppelbesetzung und bessere Schutzausrüstung für das Zugpersonal, etwa in Form von Bodycams und Notfallknöpfen. Bahnchefin Evelyn Palla kündigte einen Sicherheitsgipfel an, zu dem sie "in den nächsten Tagen" einladen werde.

Textgröße ändern: